Auf dieser Seite habe ich verschieden Artikel zusammengefasst über: (einfach link anklicken;-))

Immunsystem

Insktenstiche      Scheinträchtigkeit    Kastration   Keilwirbelstudie    Arthrose    HD   ED     

Patella     Wirbelsäulenveränderungen     Freiatmend    Bandscheibenvorfall

Rauchen und Tiere                   Milben   

Milben durch Füchse

Vergiftungen

 Wer sich generell mal informieren möchte über Sinn und Unsinn in der Tiermedizin :

http://www.kritische-tiermedizin.de/

Immunsystem

Immunsystem stärken

Hier folgen drei einzelne Beiträge von Lorena (mit Lorenas Genehmigung) zum Thema Immunsystemstärkung - es sind Listen und Details über die Faktoren, die das hundische Abwehrsystem schwächen, sowie welche Lebensmittel und Verhaltensweisen zur Ausgeglichenheit und Immunsystemstärkung führen können:

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Viele Hunde haben ein schwaches Immunsystem. Es wird geschwächt durch:

1. Stress (zu schnelles, zu langes Alleinebleibenmüssen, zu wenig Ruhe, Hektik, Missverstehen des Menschen, ständiges Herumerziehen)
2. nicht artgerechte Haltung (zu wenig Auslauf, zu wenig Aufenthalt an frischer Luft/Sonne. Sollte mind. 2 Stunden täglich sein)
3. falsche Ernährung (80 % des Immunsystems sitzen im Darm)
4. zu viel Medikamente, Entwurmung, Impfung

Dagegen kann man wirken, indem man Stress vermeidet, artgerecht hält, Ernährung optimiert und Medikamente, nur wenn es notwendig wird einsetzt (nicht sofort Antibiotika, Cortison nur wenn die Diagnose eindeutig ist und es erfordert, Entwurmung nur nach Kotuntersuchung, Impfung so viel wie nötig, aber nicht mehr als nötig!).

Folgende Nahrungsmittel und Mittel stärken die Immunkraft:

- Joghurt/Sauermilchprodukte aus Biomilch (Darmflora)
- rohes Sauerkraut (Darmflora)
- Hefe (Vit. B-Komplex und Darmflora)
- frisches Obst/Beerenobst
- rohes Gemüse (insbes. Brokkoli, Chicoree, Karotten, Brennessel, Löwenzahn, rote Beete, Tomaten, Paprika, Spinat, Portulak, Feldsalat, Fenchel, Rosenkohl, Pastinaken, Topinambur etc.).
-- Nachtrag: Gemüse sollte immer sehr fein geraspelt oder püriert werden, da es sonst nicht verwertet werden kann. Am Stück gelassen ist es nur zum Knabberspaß nützlich. Vielfältiges Gemüse besonders beim BARF wichtig!
-- Nur wenn das Gemüse dazu dienen soll, dass der Hund abnimmt, ist es sinnvoll, es nicht zu pürieren. Wenn es um die Inhaltsstoffe geht, sollte man es pürieren/sehr fein raspeln, da es sonst nicht vollständig verwertet wird, nämlich nur soweit, soweit der Hund es selbst fein zerkaut, was viele Hunde nicht machen.
- Propolis/Blütenpollen
- Echinacea/Sonnenhut
- Gingseng
- Cranberry (insb. bei Harnwegserkrankungen)
- Aloe Vera
- Spirulina (Spurenelemente, Vitamine)
- Kräuter (Oregano, Thymian, Basilikum, Rosmarin, Estragon, Salbei, Kümmel, Ingwer, Eberraute)
- Schwarzkümmelöl (für Darm- und Atemwegsinfekte)
- Eigelb freilaufender Hühner
- Fisch (Vit. D und essent. Fettsäuren)

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Das Immunsystem reagiert vor allem bei Stress und falscher Ernährung negativ, wird aber auch durch zu viel Chemie, Medikamente, Impfen negativ beeinflusst.

Das Immunsystem baut man auf, indem man darauf achtet, dass der Hund ausgeglichen ist, dies erreicht man durch:
- ausreichend Bewegung,
- Rudelharmonie,
- Zuwendung zum richtigen Zeitpunkt,
- eigenes ruhiges Verhalten (z.B.: nicht volllabern, nicht impulsiv reagieren etc.),
- Rituale, gewohnte Umgebung,
- Hund nicht ständig hochpuschen durch Hetz-, Zerr- und Tobespiele,
- Hund nicht überfordern durch zu große Territorien, die er selbstständig bewachen darf,
- Hund nicht jede Hundebegegnung selbst regeln lassen, wenn es zu stressig wird, etc.
- durch richtige Führung, z.B. angeleint hinter einem gehen lassen.

Aber auch zu Hause auf ausreichend Ruhephasen achten, Hunde benötigen bis zu 18 Stunden Ruhezeiten, ein Hund der im Haus ständig herum hippelt, kommt nicht zur Ruhe, weil er meist reizüberflutet wird. Ein ruhiger Ruheplatz, der ungestört steht, ruhige Begrüßung, ruhiges Weggehen etc.

Sowie hochwertiges Futter, so wenig Chemie wie möglich, so viel wie nötig.

Ist das Immunsystem bereits angeschlagen, kann man neben obigen Punkten auch noch zusätzlich diverse Kräuter etc. geben zur Stärkung, wie Propolis (Blütenpollen), Echinacea (Sonnenhüte) etc.

Vitamin C ist nicht nötig, da das ein Hund selbst bildet, nur wenn der Hund längere Zeit ständig Durchfall hat, kann es evtl. zu Vit. C Mangel kommen.

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Als Kur über 4-6 Wochen täglich eine Messerspitze Propolis.

Hagebuttenschalen kann man sich sparen, Vitamin C. ist bei Hunden nicht das Thema, das können sie selbst herstellen und ist obendrein auch in jedem Futter enthalten, im Fertigfutter als Konservierungsstoff und im Barf in sämtlichen Gemüsen und Grünzeug, insbes. Paprika Smile . Meine haben noch nie Hagebuttenschalen bekommen und sind troztdem nie krank.

Beim Ei möglichst hochwertige Eier, Bio und Freilauf, sonst bringt es 0 fürs Immunsystem.

Generell ist ein gesunder Darm ein Garant für ein stabiles Immunsystem. Hunde, die ständig Verdauungsprobleme haben, sind meist auch infektanfälliger. Denn im Darm sitzen 80 % des Immunsystems. Daher nicht zu unterschätzen der tägliche Löffel Joghurt oder Buttermilch für die gesunde Darmflora und mit Antibiotika und Wurmkuren so sparsam wie möglich , denn die zerstören die Darmflora.

Joghurt, Buttermilch, Kefir etc. kann man auch bei Trockenfutter oder Dosenfutter geben, täglich ein Teelöffel.

In einer Studie wurde nachgewiesen, dass sich Welpen wesentlich besser entwickeln, wenn sie täglich einen Teelöffel Joghurt ins Futter erhalten. Sie sind den Welpen in der Vergleichsgruppe, die dies nicht bekamen, sowohl in der körperlichen als auch in der geistigen Entwicklung weit voraus und haben signifikant weniger Infektions- und Durchfallserkrankungen.

Dauerstress hat übrigens eine starke negative Wirkung auf das Immunsystem. Das ist also der zweite Baustein: Stressvermeidung!

Hauptstressoren sind:

- Alleinebleiben ohne langsames Gewöhnungstraining
- Dauerbespaßung wie ständiges (täglich an die 30 - 60 Minuten und länger, insbes. wenn Kinder im Haus sind) Stöckchenspielen, Toben, Jagen (nicht zur Ruhe kommen lassen, ständig neu ankurbeln) etc.
- ständiges Gängeln/Herumkommandieren und Totquatschen der Hunde
- Unkontrollierte Emotionsausbrüche, unsicheres, unvorhersehbares, unverständliches, unklares Verhalten des Halters
- Strafen und Zwang in der Erziehung
- zu wenig Ruhephasen (z.B. auch wenn im Haus ungewohnte Unruhe z.B. durch Handwerker, oder Besucher etc. ist )
- zu weinig Abwechslung
- zu weinig geistige und körperliche artgerechte Auslastung
- zu viel Unruhe
- zu unregelmäßiger nicht vorhersehbarer Tagesablauf
- häufige Fremdbesucher
- unharmonisches, hektisches, aggessives Rudelleben (z.B. ständige Streitigkeiten unter den Hunden oder unter den Menschen, auch unruhige Kinder)
- zu wenig Kontakt zu Artgenossen
- Liebeskummer (läufige Hündinnen)
- Schmerzen (ganz großer Stressfaktor!)
etc.
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alle drei Beiträge von Lorena Galanti


Quelle: http://www.chihuahuahaltung.de/Wiki-Immunsystem-staerken

 

Insektenstiche

 

Stiche, z. B. von Bienen, Wespen oder Hornissen, sind auch für Hunde äußerst schmerzhaft und rufen durch ihre Gifte lokale Entzündungsreaktionen des Körpers hervor, die den ganzen Körper betreffen können. Je nachdem, wo der Hund gestochen wird (Rachenraum, Zunge …) oder wenn der Hund allergisch auf den Stich reagiert, besteht sogar akute Lebensgefahr.

 

Vorbeugung

Bienen, Wespen usw. stechen normalerweise nur dann, wenn sie sich bedroht fühlen. Dies ist natürlich der Fall, wenn der Hund Insekten jagt und bei diesen dann eine entsprechende Verteidigungsreaktion auslöst.

Die beste Vorbeugung ist natürlich die, dafür zu sorgen (soweit dies möglich ist), daß der Hund gar nicht erst gestochen wird. Daher im folgenden einige Tipps zur Vorbeugung bzw. Vermeidung:

 

 

Trainieren Sie Ihren Hund so, daß er Insekten nicht hinterherläuft oder diese jagt, ausbuddelt (z. B. bei Erdwespen oder Erdhummeln) etc. Legen Sie hierbei Wert darauf, daß er KEINEM Insekt nachjagt, denn Hunde können meist nicht zwischen (ungefährlichen) Fliegen und Bienen etc. unterscheiden.
Obstbäume, Blumen etc. ziehen Insekten magisch an, so daß man in unmittelbarer Nähe verstärkt auf seinen Hund aufpassen sollte.
Abfalleimer in Parks oder ähnliches sind ebenso Tummelplätze für Wespen und Bienen, auch hier sollten Sie Ihren Hund entsprechend im Auge behalten.
Kontrollieren Sie in der entsprechenden Jahreszeit- BEVOR und WÄHREND (z. B. Wespen werden von z. B. Fleisch magisch angezogen!) Sie Ihren Hund füttern – den Futternapf etc, besonders, wenn Sie Ihren Hund draußen füttern!

 

Erkennung

 

Ist Ihr Hund gestochen worden, wird er Schmerzreaktionen zeigen. Er wird zum Beispiel aufjaulen oder/und die Stelle des Stichs belecken oder daran „knabbern“. Die Stichstelle kann man daran erkennen, daß der Hund meist sehr schmerzempfindlich reagiert, wenn man diesen Bereich betastet. Die Haut bzw. Schleimhaut um die Einstichstelle sind gerötet und meist geschwollen. In diesem Fall ist es angebracht, schnell zu handeln, denn oft befindet sich das Insekt, welches Ihren Hund gestochen hat, noch auf oder an Ihrem Hund. Hier gilt es dringend zu vermeiden, daß der Hund das Insekt verschluckt!

Hinsichtlich der Gefahr, die von einem Insekt ausgeht, muß man zwischen Wespen und Bienen unterscheiden:

Wespen sind in der Lage, mehrmals zuzustechen, so daß sie beim Verschlucken weiteren, beim Stich in die Zunge oder den Rachenraum sogar lebensgefährlichen, Schaden anrichten können.

Bienen stechen normalerweise „nur“ einmal zu. Bei diesem Stich bleibt ihr Hinterleib stecken und reißt komplett vom restlichen Körper ab, so daß die Biene – sozusagen beim bzw. während des Stichs - stirbt. Trotzdem ist die Biene noch in der Lage, durch die im Hinterleib befindlichen Drüsen, weiter Gift in die Stichwunde zu pumpen. Je schneller Sie den Stachel entfernen, desto weniger Gift dringt (weiterhin) in die Stichwunde ein.

Erste Hilfe / Behandlung für alltägliche Fälle

Wenn Sie den Stachel oder das Insekt entfernt haben, kühlen Sie die Stichstelle schnellstmöglich, so daß die Schwellung sich nach Möglichkeit gar nicht erst bilden bzw. ausdehnen kann und die Schmerzen gelindert werden.

Zum Kühlen können Sie Eis, Eisakkus (beides nicht direkt auf die Haut aufbringen, da sonst Erfrierungen drohen, sondern in ein Handtuch einwickeln!!!), Kältekompressen oder Wasser bzw. feuchte Umschläge nehmen. Sollte Ihr Hund während eines Spaziergangs gestochen werden, versuchen Sie einen Fluß o.ä. in der Nähe zu finden. Lassen Sie Ihren Hund hier jedoch nicht schwimmen (wenn eine Schock- oder allergische Situation folgen, könnte der Hund ertrinken!), sondern nur mit den Pfötchen ins Wasser und kühlen Sie die Stelle, indem Sie Wasser mit den Händen darauf laufen lassen. Sollte Ihr Hund wasserscheu sein, versuchen Sie, Wasser aus dem Fluß oder aus einer Pfütze – z. B. mittels Taschentuch – über den Stich laufen zu lassen. Wichtig ist natürlich, daß das Wasser kalt und nicht warm oder abgestanden ist!

In den meisten Fällen ist dies ausreichend und der Stich ist schnell vergessen. Leckt sich Ihr Hund die Stichwunde jedoch permanent, so hindern Sie ihn bitte daran (z. B. durch Anlegen eines Verbands oder Anziehen eines T-Shirts) denn das ständige Lecken behindert den Heilprozeß und kann Ekzeme auslösen.

Notfallsituation Ersticken

Wird Ihr Hund im Rachen, in die Zunge etc. gestochen, entsteht eine lebensbedrohliche Situation, denn durch das Gift schwellen die Schleimhäute an und blockieren die Atemwege, so daß der Hund zu ersticken droht. Leider ist es in den meisten Fällen unmöglich, den Stachel an diesen Stellen zu entfernen, da diese Zonen sehr schnell anschwellen, der Stachel dann nicht mehr so einfach zu lokalisieren ist und der Hund natürlich in der Regel nicht still hält.

 

Am Besten immer eine Ampulle Calzium Frubiase bereit haben und nach einem Stich den Inhalt einfach ins Maul geben.

 

Anzeichen /Erkennung eines Erstickungszustands

 

 

Schwellungen im Hals-/Rachenbereich
Hund ist unruhig und fängt an zu würgen oder zu husten
Speichelt stark
Schnappt nach Luft
ähnlich der Symptome eines Hitzschlags!!!!!

 

 

 

Erste Hilfe / ERSTICKEN

 

 

Legen Sie den Kopf des Hundes gerade (Strecken des Kopfes). Sorgen Sie dafür, daß die Zunge des Tieres nicht nach hinten rutscht (ziehen Sie die Zunge dann hervor) und die Luftwege frei bleiben und entfernen Sie – wenn der Hund erbrochen hat – alles Erbrochene aus seinem Maul, Hals etc.
Kühlen Sie die Halspartie zeitnah und intensiv von außen mit den oben beschriebenen Mitteln.
Versuchen Sie, ob Ihr Hund zudem Speiseeis oder (kaltes) Wasser zu sich nehmen möchte (zwingen Sie ihn auf keinen Fall dazu, da die Gefahr des sich Verschluckens und somit des Erstickens dann steigen würde!!!).

 

 Suchen Sie bitte sofort den nächsten Tierarzt auf und kündigen Sie den Notfall vorher telefonisch an, damit man dort entsprechend vorbereitet ist!!

 

 

Kühlen Sie die Stellen auch während der Fahrt zum Tierarzt und beobachten Sie Ihren Hund genau, damit während der Fahrt keine akute Erstickungsgefahr – durch das Verschlucken der angeschwollenen Zunge oder von Erbrochenem – drohen kann!

 

 Notfallsituation Schock

Ähnlich bedrohliche Auswirkungen kann eine allergische Reaktion auf den Stich haben. Dies kann einhergehen mit Atemnot, Schock, daraus resultierend Bewußtlosigkeit sowie Hautreizungen. Bei Schockzuständen, die durch eine allergische Reaktion ausgelöst werden, handelt es sich um den sogenannten anaphylaktischen Schock.

 Anzeichen/Erkennung eines Schockzustands

Die auslösenden Faktoren für einen Schockzustand sind zwar sehr verschieden, doch sind die Symptome nahezu gleich. Bei einem Schockzustand kann es sein, daß nur eins der nachfolgend beschriebenen Symptome auftritt, aber auch mehrere oder alle:

 

 

Allgemeine Schwäche und/oder Hund macht einen abwesenden Eindruck
Der Hund möchte oder kann sich nicht bewegen (ist apathisch)
Er fällt um (kann nicht mehr stehen), und/oder entwickelt großen Durst (Erbrechen möglich)
SCHWERER SCHOCKZUSTAND: Der Hund wird bewußtlos
Der Hund kühlt aus, da der Temperaturhaushalt nicht mehr funktioniert. Dies erkennen Sie daran, daß die Schleimhäute (Zunge, Zahnfleisch…) und/oder die Haut blaß bzw. weißlich bis bläulich verfärbt sind.
Atmung ist sehr schnell und kurz (oberflächlich)
Der Herzschlag ist stark erhöht

 

Erste Hilfe / SCHOCK

 

 

Bringen Sie den Hund in Seitenlage (legen Sie ihn, da er schnell auskühlt, möglichst auf eine warme und weiche Unterlage).
Ist der Hund BEI BEWUSSTSEIN und kann er noch selber trinken, geben Sie ihm etwas zu trinken (zwingen Sie den Hund auf keinen Fall, zu trinken!!!)
Legen Sie den Kopf des Hundes gerade (Strecken des Kopfes). Sorgen Sie dafür, daß die Zunge des Tieres nicht nach hinten rutscht (ziehen Sie die Zunge dann hervor) und die Luftwege frei bleiben und entfernen Sie – wenn der Hund erbrochen hat – alles Erbrochene aus seinem Maul, Hals etc.
Lagern Sie den hinteren Teil des Körpers hoch  (Kissen unterlegen).
Packen Sie den Hund – mit Decken etc. – warm ein, er kühlt sehr schnell aus.

 

Suchen Sie bitte, sofort den nächsten Tierarzt auf und kündigen Sie den Notfall vorher telefonisch an, damit man dort entsprechend vorbereitet ist!!

 

 

Beobachten Sie Ihren Hund während der Fahrt genau, damit kein Herzstillstand etc. erfolgt!

 

 

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Helfen Sie Ihrer scheinträchtigen Hündin

Was ist Scheinträchtigkeit?
Ursprünglich diente die Scheinträchtigkeit bei den Wölfen dazu, dass nicht trächtig gewordene Tiere zusätzlich den Wurf der Leitwölfin mitsäugen konnten, um dessen Überleben zu sichern.
Diese Funktion muss bei unseren Hunden natürlich nicht mehr erfüllt werden.

Die Scheinträchtigkeit kann aber auch heute noch aufgrund veränderter Hormonspiegel bei allen Hündinnen 1 - 3 Monate nach der Läufigkeit auftreten.

Eine scheinträchtige Hündin fühlt sich als werdende Mutter und zeigt typische emotionale Verhaltensänderungen sowie eine Schwellung der Milchdrüsen. Sie möchte ihren "Babies" ein Nest bauen, sie bemuttern und verteidigen. Doch der "Kinderwunsch" bleibt unerfüllt und die Hündin ist stark beunruhigt.

Während der Scheinträchtigkeit leidet Ihre Hündin körperlich und seelisch!

Wie zeigen sich die Muttergefühle?
Die Hündin stellt ihr ganzes Verhalten auf die erwartete Mutterschaft um:

  • Sie sammelt Spielsachen, Stofftiere oder Pantoffeln als Ersatz für ihre nicht vorhandenen "Babies".
  • Sie möchte ihren Ersatz-Kindern ein Heim schaffen und beginnt ein Nest zu bauen.
  • Sie wird diese "Babies" bemuttern, beschützen und bei Gefahr verteidigen.
  • Die Hündin neigt zu Aggressivität und Unruhe.
  • Einige Tiere verweigern das Futter oder sind weniger lebhaft als bisher.

 

 

 

 

Es zeigen sich körperliche Veränderungen!

 

  • Das Gesäuge ist geschwollen und oft schmerzhaft.
  • Die Milchdrüsen sondern häufig Sekret ab.
  • Die veränderten Hormonspiegel können eine Milchdrüsenentzündung hervorrufen.
  • Die Hündin beleckt ihr Gesäuge und regt so unerwünschterweise die Milchproduktion an.
  • Manchmal nimmt sogar der Bauchumfang zu.
Nehmen Sie alle Veränderungen ernst!

 

 

 

 

Das hilft Ihrer Hündin nicht!

 

  • Das Wegnehmen der Spielsachen verstärkt die Unruhe Ihrer Hündin.
  • Das Einreiben des Gesäuges mit kühlenden Salben regt die unerwünschte Milchproduktion an.
  • Das Auflegen kühlender Umschläge ist praktisch schwer durchzuführen.
  • Vermeiden Sie Hormontherapien, die massive Nebenwirkungen haben können.

 

 

 

 

So können Sie Ihrer Hündin helfen!

 

  • Lenken Sie Ihr Tier durch häufige Spaziergänge ab.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt für Ihre Hündin ein hormonfreies Medikament verordnen, einen sogenannten Prolaktin-Hemmer. Dieses Medikament hemmt die Ausschüttung des Hormons Prolaktin, welches die körperlichen Symptome - Anbildung des Gesäuges, Milchsekretion - und die Verhaltensänderungen bei der scheinträchtigen Hündin auslösen.
  • Verabreichen Sie Ihrer Hündin "Sofort-Hilfe Tropen" (siehe www.die-tierheilpraktiker.de). Diese Tropfen nehmen Ihrer Hündin den psychischen Stress.
  • Denken Sie  über eine Kastration nach!
  • Lesen Sie  "Pro & Kontra Kastration
  •  
  •  

 

Kastration - Pro & Kontra

Alte Diskussion mit neuen Erkenntnissen
von Med. vet. Nicole Gautschi

Hündinnen
Hündinnen, die vor der ersten Läufigkeit kastriert wurden, haben einen ausgeprägteren Spieltrieb und sind unkomplizierter im Umgang mit Artgenossen.

Operation
Unter Kastration versteht man die operative Entfernung der Eierstöcke, wobei die Gebärmutter teilweise oder vollständig mit entfernt wird. Durch diesen Eingriff ist die Hündin zeitlebens sexuell ruhig gestellt. Die Läufigkeiten mit all ihren Unannehmlichkeiten wie Attraktivität für Rüden und blutiger Scheidenausfluss fallen damit weg.

Gründe:
Aus Sicht der Hundebesitzer bestehen die Hauptgründe für die Kastration in der Verhinderung unerwünschter Trächtigkeiten und in der Erleichterung der Haltung. In manchen Fällen ist die Kastration aus medizinischen Gründen angezeigt. So z.B. wenn der Tierarzt Veränderungen an Gebärmutter und Eierstöcken oder Tumoren in der Scheide feststellt, bei Zuckerkrankheit (Diabetes) oder wenn die Scheidenschleimhaut vorgefallen ist.

Zeitpunkt
Seit den 60er Jahren ist bekannt, dass durch die Kastration vor der ersten Läufigkeit das Risiko für die Entstehung von Tumoren, ausgehend von den Milchdrüsen, auf 0,5 Prozent gesenkt werden kann. Bei der Kastration nach der ersten Läufigkeit beträgt das Risiko bereits 8 Prozent. Von allen Hündinnen, die erst nach der zweiten Läufigkeit oder gar nicht kastriert werden, entwickelt jede vierte einen Mammatumor. Wenn mal also bedenkt, dass die Mammatumore so häufig vorkommen und rund die Hälfte davon bösartig sind, scheint es unsinnig, mit der Kastration bis nach der ersten Läufigkeit zu warten.

Als Argument gegen eine Frühkastration wird immer wieder angeführt, dass die Skelettentwicklung der Hündin vorzeitig gestoppt wird. Wissenschaftliche Untersuchungen widerlegen jedoch diese verbreitete Fehlmeinung und bestätigen, dass frühkastrierte Hündinnen genau gleich groß werden wie ihre nicht kastrierten Wurfgeschwister.

Auch die Vorstellung, dass frühkastrierte Hündinnen psychisch infantil bleiben, ist nicht korrekt. Zwar haben Hündinnen, die vor der ersten Läufigkeit kastriert wurden, einen ausgeprägteren Spieltrieb und sind unkomplizierter im Umgang mit Artgenossen. Von den meisten Hundebesitzern werden diese Eigenschaften jedoch positiv gewertet und sind durchaus erwünscht.

Auf die Lernfähigkeit wirkt sich die Frühkastration nicht negativ aus. Werden jedoch große Anforderungen an den Hund gestellt, wie z.B. bei der Ausbildung zum Schutz-, Katastrophen- oder Blindenführhund, so empfehlen die entsprechenden Hundeausbilder eine Kastration erst nach der ersten Läufigkeit vorzunehmen.

Vorteile
Durch die Kastration wird die Sexualfunktion irreversibel und zeitlebens ausgeschaltet. Damit fallen auch die hygienischen Unannehmlichkeiten im Zusammenhang mit dem blutigen Läufigkeitsausfluss weg.

Der größte Vorteil der Kastration ist jedoch die Verhinderung von Mammatumoren, vorausgesetzt, die Hündin wird vor der ersten Läufigkeit kastriert. Wird bis nach der zweiten Läufigkeit mit der Operation gewartet, so ist das Risiko für Gesäugekrebs gleich groß wie bei einer sexuell intakten Hündin, nämlich 26 Prozent. Eine Kastration nach der zweiten Läufigkeit reduziert also das Risiko für Tumoren der Milchdrüse nicht mehr.

Auf die normalen Hormonveränderungen nach der Läufigkeit reagieren einige Hündinnen mit psychischen Störungen, eventuell auch mit Gesäugeanbildung, der so genannten Scheinträchtigkeit. Dieses für Hund und Besitzer gleichermaßen unangenehme Verhalten verschwindet mit der Kastration vollständig.

Durch die Kastration können außerdem Erkrankungen von Eierstöcken und Gebärmutter, vor allem die häufig vorkommende Gebärmuttervereiterung, verhindert werden.

Nachteile
Die Harninkontinenz, auch Harnträufeln genannt, ist eine der wichtigsten und unangenehmsten Folgeerscheinungen der Kastration bei der Hündin. Man versteht darunter den ungewollten, unkontrollierbaren Abgang von Urin, vor allem wenn die Hündin schläft. Weil bei der Kastration die Eierstöcke entfernt werden, fehlen also die Geschlechtshormone, welche u.a. für den Verschluss der Harnröhre nötig sind. Der Verschlussmechanismus der Harnröhre ist nach der Kastration geschwächt, was schließlich zu Harnträufeln führen kann. Hündinnen mit einem Körpergewicht von mehr als 20 Kilogramm sind mit 31 Prozent relativ häufig davon betroffen. Bei Hündinnen, die leichter als 20 Kilogramm sind, tritt die Harninkontinenz nur bei knapp 10 Prozent auf. Ein besonders hohes Risiko ist bei den Boxern, Rottweilern, Dobermännern, Pinschern und Riesenschnauzern nachgewiesen. So werden z.B. 65 Prozent aller kastrierten Boxerhündinnen inkontinent. Betroffene Hündinnen sprechen in der Regel gut auf Medikamente an, müssen jedoch zeitlebens behandelt werden.

Bei langhaarigen Hunden mit glänzendem Deckhaar, z.B. bei Spaniels, Langhaardackeln und Irish Settern, kann es nach der Kastration zu einem übermäßigen Wachstum des Wollhaares kommen; sie entwickeln ein stumpfes "Babyfell". Diese Fellveränderung lässt sich durch Behandlung mit Hormontabletten zwar verbessern, sie lässt sich jedoch nicht vollständig beheben. Die Erfahrungen einer langjährigen Inhaberin eines Hundesalons zeigen, dass das Babyfell bei frühkastrierten Hündinnen weniger häufig beobachtet wird. Wesentlich seltener kommt es nach der Kastration zu haarlosen Stellen in der Flankenregion, was bei kurzhaarigen Hunden sehr gut sichtbar und störend ist. Viele Hündinnen haben nach der Kastration, durch den Wegfall der Geschlechtshormone, einen größeren Appetit. Wenn sie uneingeschränkt weitergefüttert werden, kommt es zu Fettleibigkeit und in der Folge zu einer reduzierten Bewegungsfreudigkeit. Abhilfe verschafft eine konsequent restriktive Fütterung und ausreichend Bewegung. Nachteilig auswirken kann sich die Kastration bei aggressiv dominanten Hündinnen, weil dieses Fehlverhalten nach der Operation unter Umständen noch verstärkt wird.


Rüden
Im Gegensatz zur Hündin kann sich die Kastration beim männlichen Tier auf das Skelettwachstum auswirken.
Bei einer Kastration vor Erreichen der Geschlechtsreife dauert das Knochenwachstum länger, und der Rüde wird geringfügig größer.

Operation
Unter Kastration versteht man die operative Entfernung beider Hoden. Durch diesen Eingriff wird der Rüde zeugungsunfähig gemacht. Kein Grund für eine Kastration ist der gesteigerte Sexualtrieb, auch Hypersexualität genannt, welcher vorwiegend bei Zwerghunderassen vorkommt. Rund ein Viertel der Rüden ist davon betroffen. Sobald die Hunde in die Pubertät kommen, entwickeln sie einen zwanghaften Drang zum Besteigen von Objekten. Sie besteigen mehrmals täglich Spielsachen, Kissen, Menschen und Artgenossen und machen typische Kopulationsbewegungen. Die Hypersexualität soll in erster Linie durch erzieherische Maßnahmen korrigiert werden, indem das Besteigen von Anfang an nicht toleriert, sondern konsequent bestraft wird. Frühkastrierte Zwerghundrüden neigen auch zu Hysterie, was ohnehin gegen eine Kastration spricht.

Gründe:
Rüden werden in erster Linie kastriert, um unerwünschten, geschlechtsgebundenen Verhaltensweisen entgegenzuwirken. Erst an zweiter Stelle steht der Wunsch der Unfruchtbarmachung, meistens, wenn männliche und weibliche Tiere im gleichen Haushalt leben.

Ein weiterer Grund für die Kastration ist der bei jedem intakten Rüden auftretende weiße, schleimige Ausfluss aus der Vorhaut. Dieser Ausfluss läuft zwar unter dem Begriff "Präputialkatarrh", ist aber als völlig normales Phänomen zu beurteilen. Es bestehen große individuelle Unterschiede hinsichtlich Menge der abgesonderten Flüssigkeit. Eine übermäßige Produktion stellt für viele Besitzer ein hygienisches Problem dar. Mit Spülungen wird nur ein kurzfristiger Erfolg erzielt, weshalb sich einige Besitzer für die Kastration entscheiden. Danach hört der Ausfluss innerhalb weniger Tage auf. Medizinische Gründe, weshalb ein Rüde kastriert werden muss, umfassen Veränderungen der Hoden und der Prostata (z.B. Vergrößerung, Entzündungen oder Zysten). Nicht abgestiegene Hoden müssen frühzeitig entfernt werden, weil das Risiko, dass daraus Tumore entstehen, sehr groß ist.

Zeitpunkt
Bei Rüden ist der Zeitpunkt der Operation weniger bedeutungsvoll als bei den Hündinnen. Rüden werden oft erst als ausgewachsene Tiere kastriert, weil erst dann das als störend empfundene Sexualverhalten voll ausgeprägt ist und nun ausgeschaltet werden soll. Grundsätzlich gilt, dass der Effekt der Kastration auf das Verhalten um so geringer ist, je später die Operation erfolgt.

Vorteile
Mit der Kastration wird eine irreversible Ausschaltung der Sexualfunktion erreicht. Meistens ist jedoch nicht die Fruchtbarkeit, sondern ein aggressives Verhalten der Grund für die Kastration. In diesem Zusammenhang ist die Unterscheidung der verschiedenen Aggressionsarten wichtig, weil nicht alle durch die Kastration gleichermaßen beeinflusst werden. So hat z.B. die Kastration keinen Effekt auf die Aggressivität im Zusammenhang mit Futter oder auf die Aggressivität auf Grund von Angst. Konflikte und Beißereien mit männlichen Artgenossen dagegen, lassen sich durch die Kastration mehr oder weniger vermeiden, wobei das Alter des Rüden zum Zeitpunkt der Operation von großer Bedeutung ist. Je älter nämlich der Rüde bei der Kastration ist und je länger er sein Imponiergehabe bereits praktiziert hat, um so geringer ist der Kastrationserfolg.

Das Streunen und das Markieren im Haus wird in den meisten Fällen durch die Kastration völlig zum Verschwinden gebracht. Wie vorgängig erwähnt, sistiert der Ausfluss aus der Vorhaut nach der Kastration vollständig.

Nachteile
Auch bei den Rüden führt die Kastration zu einem gesteigerten Appetit. Wird nicht konsequent die selbe Menge weitergefüttert oder mit zunehmendem Alter sogar eher etwas weniger, so führt dies zu Übergewicht.

Im Gegensatz zur Hündin kann sich die Kastration beim männlichen Tier auf das Skelettwachstum auswirken. Bei einer Kastration vor Erreichen der Geschlechtsreife dauert das Knochenwachstum länger, und der Rüde wird geringfügig größer. Bei Spaniel-, Langhaardackel- und Irish Setterrüden wird die Fellqualität durch die Kastration in gleicher Weise, jedoch seltener beeinträchtigt als bei den Hündinnen.

Obwohl das Verhalten von frühzeitig kastrierten Rüden gegenüber ihren Artgenossen in der Regel sehr friedfertig ist, zeigen die sexuell intakten Rüden zum Teil einen sehr unangenehmen Umgang mit den kastrierten Rüden. Viele kastrierte und somit "geschlechtsneutrale" Rüden werden von ihren Artgenossen intensiv beschnuppert und bestiegen. Dieses Dominanzgebaren wird von den kastrierten Hunden aber meistens nicht toleriert, und sie nehmen bereits eine aggressive Abwehrhaltung ein, wenn sich ein interessierter Rüde nähert.

Fazit:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei der Hündin nur wenige Gründe gegen die Kastration sprechen. Als Alternative zur Kastration käme die Läufigkeitsverschiebungsspritze in Frage, welche aber ebenso von Nebenwirkungen begleitet sein kann und außerdem in regelmäßigen Abständen von rund sechs Monaten verabreicht werden muss. Hündinnen sollten nach Möglichkeit vor der ersten Läufigkeit kastriert werden, weil damit eine gute Brustkrebsprophylaxe durchgeführt werden kann.

Bei den Rüden besteht weniger häufig "der Wunsch nach sexueller Ruhigstellung" wie bei den Hündinnen. Wird die Kastration wegen erhöhter Aggressivität eines Rüden in Erwägung gezogen, so darf mit der Operation nicht zu lange gewartet werden.

 Artikel aus dem Tierschutz-Lingen

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Keilwirbelstudie

Folgender Artikel wurde mir freundlicherweise vom DKFB zur Verfügung gestellt. Mein Dank geht an Fam. Rieger 

 gefunden habe ich diesen tollen Artikel auf einer anderen HP, von Frau Götz, vielen Dank auch ihr. 

Coppyright DKFB e.v. für untenstehende Veröffentlichung, Verstösse werden geahndet, Verbreitung mit Genehmigung des DKFB möglich

 

 

 

copyright DKFB e.V.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Klubs für Französische Bulldoggen e.V. (DKFB e.V.)  Homepage www.dkfb.de

 

 

 

Was ist ein Keilwirbel?
Ein Keilwirbel ist ein Wirbelkörper, der sich nach unten hin verjüngt und ab einem bestimmten Grad dieser Verjüngung als solcher eingestuft wird. Dafür vermisst der Gutachter jeden Wirbel um danach ein aussagefähiges Gutachten zu erstellen. Vom Ursprung her war die Französische Bulldogge wesentlich länger, als sie sich heute darstellt. Im Laufe der Jahre züchtete man die Rasse immer kürzer bis hin zur Übertypisierung. Dieses hatte zur Folge, dass sich die Wirbelsäule an diese neuen Gegebenheiten insofern adaptierte, als sich einige Wirbelkörper an der innenliegenden Seite keilförmig zusammenzogen. Fakt ist, und wissenschaftlich erwiesen, was eine Studie an 350 FB’s ergeben hat, dass an die 90 % der Französischen Bulldoggen mit Keilwirbeln behaftet sind. (hier sind wir immer überaus erstaunt über die
vielen keilwirbelfreien bullys, mit denen sich züchter aus feld- wald- und wiesen-vereinen brüsten und dann noch stolz die bescheinigung ihres tierarztes vorlegen....)
 


Es stellen sich die Fragen, ob

1. eine Vererbbarkeit vorliegt
2. ob es überhaupt vermehrt zu Problemen durch das Vorhandensein von Keilwirbeln kommt

Über Vererbung und Folgeschäden bei Keilwirbeln liegen noch keinerlei vollständige wissenschaftliche Erkenntnisse vor, eine ist in Arbeit, Zwischenergebnisse untenstehend.

Zu 1. (Vererbbarkeit)
Im DKFB wurden seit 4 Jahren inzwischen in 3 Generationen sämtliche Nachzuchten
untersucht und in unserer Datenbank verarbeitet. Die derzeitigen Erkenntnisse weisen nicht auf eine Vererbbarkeit hin, wobei wir für eine endgültige Aussage mit wissenschaftlichem Hintergrund einen Zeitraum von ca. 10 Jahren benötigen werden. (jeder Welpenkäufer im DKFB muss sich verpflichten, auf Kosten des Vereins seinen Welpen röntgen zu lassen und dem Gutachter vorzulegen). Eine Studie bezüglich Vererbbarkeit wird derzeit, soweit uns durch Kontakte mit internationalen Verbänden bekannt ist, nur durch den DKFB durchgeführt.

Zu 2. (Probleme durch Keilwirbel)
Bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich noch auf folgenden Vorgang hinweisen:
Wie ich bereits ausführte, findet man bei annähernd 90 % aller französischen Bulldoggen Keilwirbel. Dieses hat(te) die Auswirkung, dass, wenn man einen Bandscheibenvorfall
in Verbindung mit den Keilwirbeln brachte, da man ja in den meisten Fällen dazu dann die Keilwirbel feststellte. Die Häufigkeit von Bandscheibenvorfällen bei Französischen Bulldoggen liegt nicht außerhalb der Norm, wie z.B. beim Dackel. Diese Rasse ist bekannter weise mit einem hohen Wert an Bandscheibenvorfällen belastet, Keilwirbel wurden dort jedoch nicht festgestellt.
Nun möchte ich noch einmal auf die amerikanische Studie zurückkommen, die uns 3 Jahre voraus ist. Hier hat man begonnen, 3 Jahre nach Ablauf der 1. Studie in der es um die Häufigkeit von Keilwirbeln ging, Befragungen bei den Besitzern der geröntgen Bullys durchzuführen, bezüglich eventuell aufgetretener Bandscheibenvorfälle und anderer Beschwerden des Bewegungsapparates. Es liegen derzeit noch nicht alle erwarteten Rückläufe vor, man geht jedoch aufgrund der bisherigen Erkenntnisse (ca. 50%, also 175 ergebnisse) davon aus, dass es keinen ursächlichen Zusammenhang bei Rückenerkrankungen zwischen dem Vorliegen von Keilwirbeln bzw. deren Anzahl oder Keilwirbelfreiheit gibt.

Die höchste uns bekannte Anzahl von Keilwirbeln hat unser kastrierte Notbully Anton (amigo from the gremlins) mit 13 keilwirbeln. Anton ist fast 6 Jahre alt und hatte noch niemals das geringste Problem mit dem Rücken.

Dieses Thema soll keinesfalls bagatellisiert werden, darum arbeiten wir auch an dieser Studie bezüglich Vererbbarkeit und Krankheitserscheinungen, damit endlich mal wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen und diese Halbwahrheiten selbstdarstellerischer Personen ohne wirklich fundiertes Wissen aus der Welt geschafft werden. und sollten sie mit obenstehendem Wissen glänzen (wollen) sind dieses Erkenntnisse des DKFB die von ehmaligen Mitgliedern als eigenes erworbenes Wissen weiterverbreitet werden.

Keilwirbel

Keilwirbel: In einer bestimmten Entwicklungsphase besteht die Anlage der Wirbelkörper aus einer rechten und einer linken Hälfte. In der weiteren Entwicklung kann die Verknöcherung einer dieser Hälften ausbleiben oder nur unvollständig sein. Die knorpelige Hälfte ist weniger stabil. Es kommt zu einer Achsenknickung der Wirbelsäule und zu einer keilförmigen Deformation der anderen Hälfte. Man spricht hier von seitlichen Halbwirbeln (Keilwirbeln). Die können aber auch entstehen, wenn die Segmentverschiebung zur Bildung der endgültigen Wirbel in der rechten und linken Hälfte der Wirbelsäule nicht gleichmäßig erfolgt. Die oben beschriebenen Wirbelhälften haben beide einen oberen und einen unteren Verknöcherungskern. Treten die schon beschriebenen Störungen der Verknöcherung auf, kann es zur Bildung oberer bzw. unterer Halbwirbel kommen, die ebenfalls keilförmig umgebildet werden können.(An einigen Stellen wachsen die Deckplatten der Wirbelsäule nicht normal, so dass sie am vorderen Bereich der Wirbelkörper dann schmaler bleiben als die rückwärtigen. Es entstehen sogenannte Keilwirbel.)
Durch eine kräftige Muskulatur können Rückenschmerzen auch bei einer ungünstigen Statik der Wirbelsäule vermieden oder gemindert werden.

So treten bei einer gut trainierten Rückenmuskulatur wesentlich weniger Beschwerden auf als bei schwacher und untrainierter Muskulatur.

 

INFO: UNSER RASSEHUND 1/2002


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Hüftgelenksdysplasie (HD):

Die HD ist die bekannteste Erkrankung aus der Gruppe der Dysplasien (Fehlentwicklungen). Bei einer hochgradigen HD verknöchert die Hüfte nicht zum intakten Kugelgelenk; entweder ist die Hüftpfanne ist zu flach, der Oberschenkelkopf zu klein oder nicht rund. So entstehen auf den normalerweise glatten Gelenkflächen Unebenheiten, wodurch es bei jeder Bewegung zu Widerstand und Reibung und folglich zu Schmerzen kommt. Neben den dadurch entstehenden zusätzlichen Knorpelschäden werden auch andere Gelenkstrukturen wie Bänder, Gelenkkapsel und Gefäße in Mitleidenschaft gezogen. Die Hunde stehen nur noch schwer auf und lahmen beim Laufen.

Wie bei der Ellenbogendysplasie spielen sogenannte Rassedispositionen hier eine Rolle, so daß den Züchtern eine große Verantwortung zukommt. Die Diagnose wird durch Röntgen gestellt. Meist leiden großwüchsige Hunderassen an HD. Das liegt daran, daß sie eine längere Wachstumsphase haben als kleinere Rassen. Die Knochen müssen gleichzeitig größer und tragfähiger werden.

Ein Übermaß an Gewicht und Bewegung begünstigen weiterhin die Entstehung von HD. Heranwachsende Hunde sollten nicht zu energie- und proteinreich gefüttert werden, zudem sollte auf den Zusatz von Kalk- und Mineralstoffpräparaten verzichtet werden.

Da auch zu große Belastung in der Wachstumsphase zu Gelenkproblemen führen kann, sollten junge Hunde nur in Maßen bewegt werden. Mehrere Kurzspaziergänge, möglichst auf weichen Wegen (Wald, Wiese) entsprechen dem natürlichen Bewegungsbedürfnis junger Hunde weit mehr und sind gelenkschonender. Treppensteigen und Springen (z.B. Auto) sollten so lange wie möglich vermieden werden. Das Laufen am Fahrrad ist für Junghunde noch nicht geeignet.

Behandlungsmöglichkeiten:

 

 

a) nicht operative Verfahren zur Schmerzlinderung:

 

konservative Behandlung mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten

Neuraltherapie
Akupunktur
Gabe von knorpelschtzenden Extrakten (z.B. Canosan, Luposan)

 

 

b) operativ (die wichtigsten Techniken):

 

Denervation
Durchtrennung des Pectineus-Muskels
Femurkopfresektion
Goldimplantation
neues Hüftgelenk (Endoprothese)

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Ellenbogen-Dysplasie (ED)

Die Ellenbogendysplasie tritt hauptsächlich bei Hunden großer Rassen während der Hauptwachstumsphase auf (4-5 Monate). Betroffen sind hauptsächlich männliche Tiere, weil sie i.d.R schneller wachsen und ein höheres Körpergewicht haben. In den meisten Fällen tritt die ED beidseitig auf.

Zusätzlich liegt ähnlich wie bei der Hüftgelenksdysplasie eine genetische Disposition vor. Als vorbeugende Maßnahmen sollte dem Welpen und Junghund ein nicht zu energiereiches Futter verabreicht werden, um die Wachstumsgeschwindigkeit nicht noch weiter zu beschleunigen. Auf Zugabe von Kalk- und Mineralstoffzusätze sollte bei Fütterung von Fertigfutter grundsätzlich verzichtet werden. Ebenso wichtig ist es, den jungen Hund nicht zu früh körperlich zu belasten.

Unter dem Begriff ED werden 3 verschiedene Erscheinungsformen von Ellenbogengelenkserkrankungen zusammengefaßt:

1. Osteochondrosis dissecans (OCD):
Während des Wachstums der Röhrenknochen wandeln sich im Normalfall Knorpelzellen an den Gelenkflächen und Wachstumsfugen durch Verkalkung in Knochenzellen um. Durch eine zu hohe Wachstumsgeschwindigkeit wird die Knorpelschicht zu dick und kann nicht schnell genug verknöchern. Die Knorpelzellen an der Grenze zum Knochen sterben ab, so daß Risse im Knorpel entstehen. Gelenkflüssigkeit gelangt in Kontakt mit dem unter dem Knorpel gelegenen Knochen und den abgestorbenen Knorpelzellen, was zu einer Entzündung des Gelenks führt. Durch die Ansammlung der Flüssigkeit im Gelenk (Gelenkerguß) wird die Kapsel gedehnt, es entsteht Schmerz und der Hund reagiert mit Lahmheit. Teilweise können sich vom Gelenkknorpel ganze Schuppen ablösen, die in den meisten Fällen an ihrem Platz bleiben, aber auch als freie Gelenkkörper im Gelenk vorliegen können.

2. Fragmentierter Processus coronoideus medialis ulnae (FCP):

Bei dem Processus coronoideus medialis ulnae handelt es sich um den Kronfortsatz der Elle, welcher bei Hunden großwüchsiger Rassen erst im Alter von 4-5 Monaten verknöchert. Kommt es durch unterschiedliches Längenwachstum von Elle und Speiche zu einer Stufenbildung im Ellenbogengelenk, kann der Kronfortsatz durch Überbelastung von der zu langen Elle partiell abbrechen. Gelenkflüssigkeit dringt in den Bruchspalt ein und ruft eine Entzündung, verbunden mit Schmerz und Lahmheit hervor.

3. Isolierter Processus Anconeus (IPA):

Beim Processus Anconeus handelt es sich um einen Knochenvorsprung der Elle, dessen Wachstumsfuge im Alter von 16-20 Wochen geschlossen sein sollte. Fehlt diese knöcherne Verbindung, liegt ein Krankheitsbild vor, das zwei Ursachen haben kann:

a) verzögertes Längenwachstum der Elle, dadurch Druckveränderung und Irritationen in der Wachstumsfuge führt zum Isolierten Processus Anconeus.

b) äußere Einwirkung in Form von übermäßiger Belastung während der Wachstumsfuge führt zur Fragmentierung des Processus Anconeus.

Die betroffenen Hunde zeigen bei allen drei Formen der ED Bewegungsunlust und Lahmheit, oft hervorgerufen durch den entzündungsbedingten Gelenkerguß. Die Schmerzen steigen mit zunehmender Belastungsdauer und können auch durch passives Beugen und Strecken des Ellenbogens hervorgerufen werden. Die Hunde zeigen oft eine typische Schonhaltung mit nach außen gedrehten Pfoten und Unterarmen und nach innen gedrehten Ellenbogen. Bei allen drei Erscheinungsformen der ED treten als Folgeerscheinungen Arthrosen auf.

Therapiemethoden: In leichteren Fällen ohne Auftreten von freien Gelenkkörpern kann die Krankheit durch absolute Schonung und Futterumstellung ausheilen. In schwereren Fällen müssen die freien Gelenkstücke bzw. die abgebrochenen Knochenstücke (z.B. bei FCP) operativ entfernt werden.
Als alternative Behandlungsform bietet sich bei der ED eine frühzitige Krankengymnastik sowie die Goldimplantation an.

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Arthrose:

 

Arthrose ist die Bezeichnung für eine degenerative Gelenksentzündung. Das bedeutet, daß sich anfangs der Gelenkknorpel zurückbildet. Im Verlauf der Erkrankung kommt es aber auch zur Veränderung des Knochens.
Vermutlich sind angeborene oder verletzungsbedingte Fehlstellungen im Gelenk der Auslöser. Aber auch Überbelastung, z.B. durch deutliches Übergewicht oder zu intensive Bewegung können die Ursache sein. Manche Hunde haben Schmerzen, wenn sie aufstehen müssen. Nach einigen klammen Schritten gehen sie dann meist besser, eventuell sogar beschwerdefrei. Mediziner nennen dies eine Anlauflahmheit.
Leichte Arthrosen melden sich oft ausschließlich bei kaltem, nassen und windigen Wetter.

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Wirbelsäulenveränderungen:

Spondylose

Bei der Spondylose handelt es sich um eine degenerative Erkrankung der Wirbelkörper (Arthrose).
Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern entstehen Knochenneubildungen, wie Spangen, Höcker und Randzacken (Brückenbildung), die röntgenologisch nachweisbar sind. .

Cauda Equina-Syndrom

Cauda Equina (lat. „Pferdeschwanz“) bezeichnet den hintersten Teil des Rückenmarks und das daraus entspringende Nervenbündel. Diese versorgen die Muskulatur der hinteren Gliedmaßen und der Rute und steuern Kot- und Harnabsatz.
Durch einen Bandscheibenvorfall, bindegewebige oder knöcherne Ablagerungen kommt es zu Einengungen des Wirbelkanals und der Zwischenwirbellöcher zwischen dem 5. Lendenwirbel und dem Kreuzbein. Dies führt zu einer Kompression der Nervenbahnen und neurologischen Symptomen, wie z.B. Lahmheiten der Hintergliedmaßen, Schwanzlähmung, Harn- und Kotinkontinenz. Der Hund weigert sich zu springen, hat Mühe beim Aufstehen und ist allgemein in seiner Bewegung eingeschränkt.
Weitere Ursachen des Cauda Equina-Syndroms können sein: Frakturen und Tumore, Traumen, Mißbildungen, Entwicklungsstörungen (Osteochondrose), Infektionen der Bandscheibe und des Wirbels, Gefäßverschluß, degenerative Alterserscheinungen. Da das Ausmaß der Veränderung der Bandscheibe röntgenologisch schwer nachzuweisen ist, kann eine sichere Diagnose nur durch Kontrastmitteluntersuchung (Myelographie) oder Computertomographie bzw. Magnetresonanztomographie gestellt werden. In schweren Fällen können durch eine Operation die eingeklemmten Nervenwurzeln entlastet werden.
Als konservative Behandlung kommen die manuelle Therapie und die Elektrotherapie zur Anwendung.

Osteochondrose

Osteochondrosen sind Absplitterungen von Gelenkknorpeln und treten am häufigsten im Schulter- Knie- und Sprunggelenk auf. Abgesplitterte Knorpel- und Knochenteile („Gelenkmäuse“) liegen frei im Gelenk (Osteochondrosis dissecans; OCD). Die Osteochondrose kann jedoch auch die Bandscheiben und Wirbelkörper betreffen und zum Cauda Equina-Syndrom führen.
Die Diagnose kann durch Röntgen bereits mit 6 Monaten gestellt werden; die Symptome wie Schmerz, Lahmheit und Lähmung treten aber erst später auf. Bei noch nicht abgelösten Knochenteilen ist eine mehrwöchige Entlastung notwendig, ansonsten wird der freie Knochenanteil operativ entfernt und die defekte Knorpelfläche geglättet.

 

Bandscheibenvorfälle: immer wieder diagnostiziert und zur OP gebracht. Oft ist es ein eingeklemmter Nerv oder eine Blockade die keiner OP bedarf. Auch echte Bandscheibenvorfälle müssten kaum operiert werde, ist man beim Menschen auch schon seit Jahren von weg.....hier ein Artikel v Dr. Schrader, Hamburg

Der Bandscheibenvorfall beim Dackel, beim Mops und bei der Französischen Bulldogge


Merkwürdig ist es: diese kleinen Hunde haben gar nicht selten eine akuten Bandscheibenvorfall. Gestern noch fröhlich und fidel, heute ziehen sie die Hinterbeine nach, zeigen sich schmerzhaft und können weder Kot noch Urin absetzen.

In den vergangenen 1o Jahren haben wir immer wieder feststellen müssen, dass vorfallende Bandscheiben sich entweder wie ein Stempel verhalten, der auf das Rückenmark drückt, oder wie eine Rasierklinge – in diesem Fall ohne Aussicht auf ein normales Leben für den kleinen Patienten.

Gottseidank sind diese „Rasierklingenvorfälle“ eher selten: mehr als 70 % der oben erwähnten Bandscheibenvorfälle sind als „Druckvorfälle“ zu bezeichnen und innerhalb von wenigen Tagen zu beseitigen.

Unsere Methode: mit dem Einsatz eines Spinalkatheters werden Medikamente in den Rückenmarkraum geleitet, die Entzündungen (denn um nichts anderes handelt es sich bei dem Bandscheibenvorfall) minimieren und krankes Bandscheibengewebe auflösen.

Es ist unglaublich: innerhalb von drei Tagen können die Patienten wieder bedingt stehen, sie setzen Kot und Urin selbständig ab und in der Regel laufen sie nach insgesamt 6 Tagen wieder völlig normal, ohne Behinderung, ohne Schmerzen.

Die Kosten für den 1-wöchigen Einsatz liegen in der Regel zwischen 300 und 500 €, was jedoch auf wenig „Gegenliebe“ bei der werten Kollegenschaft stösst, die Bandscheibenoperationen für das „The One and Only“ hält und wahrscheinlich auch aus Gründen des gesunden Erwerbstriebs preiswerte Lösungen ablehnt. Natürlich kann man mit der „Chirurgie-Lösung“ richtig Kohle machen…

Wir haben jedoch beschlossen, die relativ preiswerte Methode der Kathetertherapie der chirurgischen Methode der Schulmedizin voranzustellen. Dabei muss den betroffenen Tierhaltern klar gemacht werden, dass die medikamentelle Auflösung des Bandscheibenvorfalls von höchster diagnostischer Bedeutung ist: Wenn innerhalb von 3 Tagen keine positive Auswirkung festzustellen ist, dann dürfte es sich teilweise oder ganz um einen „Rasierklingenvorfall“ handeln – mit allen Konsequenzen.

Da hilft dann auch keine CT-gesteuerte „Bi-Ba-Butzemann Diagnostik“ mit aufwendigster OP.

Einschränkend müssen wir jedoch erwähnen, dass es tatsächlich Bandscheibenvorfälle gibt, die nur durch einen sofortigen chirurgischen Eingriff (mindestens innerhalb von 8 Stunden) behoben werden können. Allein eine sorgfältig durchgeführte Myelographie unter digitaler Röntgenkontrolle kann darüber Aufschluss geben. CT-Einsätze in diesen Zusammenhängen halten wir für völlig sinnlos: Schöne Bilder nützen allein dem Anwender. Sie sind nicht nur unverhältnismäßig aufwendig, sie geben auch keinen Aufschluss über die tatsächlichen Beschädigungen des Rückenmarks. Daneben sei nochmals erwähnt, dass die Strahlenbelastung einer CT-Untersuchung etwa dem 2500-fachen einer üblichen radiologischen Untersuchung entspricht.

 

Die unter Rückenschmerzen des Hundes und Der alte Hund nachzulesenden Methoden zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen etc. werden nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) abgerechnet.

Der Eingriff wird unter Kurzzeitnarkose ( € 35.- bis € 55,- ) durchgeführt. Die Kosten für den medikamentelle Cocktail belaufen sich je nach Gewicht des Patienten auf € 20.- bis € 30.-

Die Anwendung der Methode ( Injektion in den Periduralraum) wird unter digitaler Röntgenkontrolle ( 2,2- fache Vergrösserung ) durchgeführt und mit ca. € 50.- bis € 80.- berechnet.

In der Aufwachphase erhält der Patient Infusionslösungen zur Stabilisierung des Kreislaufs ( ca. € 8.- )

Ein antibiotischer Schutz (Tabletteneinnahme) für 5 Tage danach ist sinnvoll ( € 8.- bis 15.-)

Etwas anders gestaltet sich der Einsatz des Periduralkatheters nach Salim.

Der Katheter kostet derzeit ca. € 60.- Die Positionierung im Periduralraum erfordert Zeit und kann bis zu € 200.- kosten. Medikamentenkosten siehe oben.

Die angegebenen Einzelkosten sind netto zu verstehen. Es werden 16% MwST berechnet.

Tierärztliches Institut für angewandte Kleintiermedizin
Tierärztliche Gemeinschaft für ambulante und klinische Therapien
Dirk Schrader I dr. Steven-F. Schrader I dr. Ifat Meshulam I Rudolf-Philipp Schrader I dr. Itamar Tsur
-Tierärzte-

www.tieraerzte-hamburg.com

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Patella Luxation

 

 

Eine besonders bei Kleinhunderassen häufig verbreitete Funktionsstörung, die in unserer Sprache mit ausrenken der Kniescheibe deutlich zu übersetzen wäre. 

 

Grad 1

Die Kniescheibe nur mit manueller Hilfe herausdrücken (luxieren) kann, während sie in der Bewegung des Hundes jedoch an ihrem Platz bleibt. 

 Grad 2  

 

Auch hier kann man die Kniescheibe luxieren und sie springt gelegentlich heraus, wenn der Hund läuft, bzw. rennt. Sie kann manuell wieder zurückgeschoben werden, sie renkt sich aber auch durch die Bewegung des Hundes wieder ein. 

 

Grad 3  

 

Hier luxiert die Kniescheibe häufig. Man kann zwar mit manueller Hilfe wieder einrenken, aber sie bleibt nicht an ihrem Platz, sie springt immer wieder heraus. 

 

Grad 4  

 

Man kann mit manueller Hilfe nichts mehr machen, die Kniescheibe ist dauernd ausgerenkt, sie kann auch nicht mehr an ihren Platz geschoben werden.

 

 

Gründe 

 

Bei Hunden, deren Bänder, Sehnen oder Muskeln in den Hinterbeinen zu schwach sind, oder deren Ober- und Unterschenkelknochen nicht gerade sind, tritt diese Funktionsstörung am häufigsten auf. Auch wenn der normale Platz der Kniescheibe, die Rille im Kniegelenk zu schmal oder zu flach ist, kommt es zur Patella Luxation. 

 

Deutliche Hinweise 

 

Wenn ein Hund beim laufen dazu neigt, ein Hinterbein hochzuziehen, oder hüpft auf einem Hinterbein. Manche bewegen beim laufen beide Hinterbeine synchron, wie ein Kaninchen, auch hier läßt sich vermuten, daß eine der Kniescheiben verrutscht ist, so daß er das entsprechende Hinterbein weder anwinkeln, noch belasten kann. 

 

Die Patella Luxation wird durch Übergewicht des Hundes stark begünstigt !!! Auch sollten Sie dafür sorgen, daß Ihr Hund durch regelmäßige Bewegung fit gehalten wird. Zum kräftigen der Muskeln rund um die Kniescheiben empfehlen sich mäßige Steigungen.

 

Es können sowohl nur eines, als aber auch beide Hinterbeine von Patella Luxation betroffen sein. Auch spielt normal das Geschlecht keine Rolle, während man dennoch bedenken sollte:

 

Hündinnen haben während der Läufig- und Trächtigkeit weichere, elastischere Bänder. Dies ist auf die veränderte Hormonproduktion während dieser Phase zurückzuführen. Man sollte also in dieser Zeit keine Kontrolle der Patellen durchführen lassen, wenn man den Normal-Status haben möchte. 

 

Konsequenz 

 

Durch häufiges Luxieren der Kniescheibe kann es zu einer für das Tier sehr schmerzhaften, arthritischen Entwicklung des betroffenen Gelenkes führen. Ihr Tierarzt wird Ihnen je nach Grad des Patella-Befundes zu einer evtl. Operation raten.

 

 

Operation 

 

 

 

Bei diesem chirurgischen Eingriff kann er sowohl die Knochenstrukturen, als auch die Bewegung der Kniescheibe begrenzen. Die Kniescheibe bekommt einen besseren Halt, wenn er die Rille zwischen den Knochenkämmen vertieft. Bei manchen Hunden empfiehlt es sich, die Kniescheibe zu fixieren, damit ein Herausgleiten verhindert wird.

 

 

Welche Technik auch immer der Tierarzt in der nötigen Operation nun anwendet, der Hund erholt sich recht schnell und ist normalerweise bereits nach 6 Wochen in der Lage, das betroffene Bein ohne Einschränkung zu bewegen.

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"Freiatmend" .....ein vielverbreiteter Begriff, der letztenendes nur aussagt dass der Hund bei geschlossenenm Maul durch die Nase atmen kann.....

 

Ob ein Tier widerum Atemprobleme hat, hängt von vielen Faktoren ab.

       -         die  Öffnung im Schädelknochen für die Nase

-         Übermäßiges Wachstum der Nasenmuscheln und deren Lamellen

-           Rachenraumgröße

-         Größe Gaumensegel

-         Zu enge Nasenlöcher

-    Nasenlänge

Es ist unmöglich bei einem kleinen Welpen schon voraus zu sehen, ob dieser einmal Probleme mit der Atmung haben wird oder "freiatmend" sein wird. Da sich während der Wachstumsphasen immer einmal etwas ändern kann. So kann der Hund mal frei atmen und mal Geräuche machen. Die diesbezüglich "interessanteste" Aussage kam von einer Tierärztin die bei einem 9 Wochen alten Welpen einen OP-Kostenvoranschlag machte mit der Begründung "die Nase wächst nicht mehr weiter mit..."....hat schonmal jemand einen ausgewachsenen Hund mit einer sooo kleinen Nase gesehen...???? NEIN!!! Genauso wie ein Welpe mal in die Höhe schießt und dann erst wieder breiter wird ist es mit (fast) allem. (Besagter Hund ist heute 5 Jahre und hat keinerlei Probleme :-))

 

 

Rauchen u Tiere

  Passivrauchen gefährdet Heimtiere
 
 
 
 
 
 
 
 
Vielfach wird in den Medien auf die Gefahr des Passivrauchens insbesondere bei Kindern hingewiesen. Doch auch für Heimtiere ist der blaue Dunst höchst gesundheitsschädlich. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN appelliert an die Verantwortung der Besitzer.

„Bei einer einzigen Zigarette entweichen mehr als zwei Liter Rauch. Lediglich ein Viertel wird vom Menschen aktiv eingeatmet, der Rest geht in die Luft über und kann so von unseren Schützlingen eingeatmet werden“, erklärt Heimtierexpertin Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN. Beim Rauchen von nur einer Zigarette werden durchschnittlich 1.650 Mikrogramm Nikotin und 12 Mikrogramm Teer freigesetzt. Die Tiere können durch die Genussgifte ähnliche Erkrankungen wie Menschen bekommen. Das Rauchen in geschlossenen Räumen erhöht die Gefahr dabei um ein Vielfaches. Die Beschwerden beginnen mit Keuchen, tränenden Augen und einem geschwächtem Immunsystem. Schlimmstenfalls steigern sie sich über eine Bronchitis bis hin zu Lungentumoren und/oder Nasen-bzw. Nasennebenhöhlenkrebs.

Bei Katzen in Raucherhaushalten ist festgestellt worden, dass sie doppelt so häufig an Lymphomen erkranken, wie Katzen aus Nichtraucherhaushalten. „Katzen sind durch ihre Fellpflege besonders gefährdet, da sie Rauchpartikel auch oral aufnehmen“, warnt Thiesmann. Die Samtpfoten erkranken auch häufig an Mundkrebs. Bei Hunden sind besonders die Rassen mit kurzen bis mittellangen Nasen betroffen. Bei ihnen wurden vermehrt Nasen- und Lungenkrebs diagnostiziert. Bei den Kleintieren verhält es sich ähnlich. Thiesmann: „Man vergleiche nur das Lungenvolumen eines Hamsters oder einer Rennmaus mit dem eines Menschen! Selbstverständlich wirkt sich bei diesen kleinen Tieren eine einzige Zigarette um ein Vielfaches schlimmer aus als beim Menschen.“ Vögel leiden ebenfalls in Raucherhaushalten unter Atemwegserkrankungen. Sie sterben oftmals an Lungenkrebs. „Daher unser Appell an alle tierlieben Raucher: Nehmen Sie bitte Rücksicht auf ihre Schützlinge – sie werden es Ihnen mit einem längerem und gesunderem Leben danken!“
 
Quelle: "VIER PFOTEN"
 
Hunde in Vielraucherhaushalten erkranken häufiger an Allergien und Infekten, durch das geschwächte Immunsystem. Ebenso kann Nikotin eine Allergie hervorrufen. Nikotin setzt sich im Fell und auf der Haut des Hundes ab und diese reagiert mit Rötungen, Schwellungen u Juckreiz.
 
   

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Milben durch Füchse

WDR TV Veröffentlichung

Wie gefährlich ist Fuchsräude für Haustiere?

In Teilen von NRW sind in den vergangenen Tagen Füchse entdeckt worden, die an der Räude leiden. Auch freilaufende Haustiere können sich infizieren. Sie leiden dann unter extremem Juckreiz.


Von Milben bedroht: Füchse (Symbolbild)

Auch für Jäger ist es kein schöner Anblick: ein an Räude verendeter Fuchs. Durch die Krankheit verliert er sein Fell. Infektionen schwächen das Tier, das ohne Behandlung einen qualvollen Tod stirbt. Die Räude ist zwar eine seltene Krankheit, verbreitet sich jetzt aber in Teilen von Nordrhein-Westfalen. Im Rheinisch-Bergischen und im Oberbergischen Kreis haben Jäger in den vergangenen Tagen mehrere Füchse entdeckt, die an der Räude erkrankt waren. Das lässt in den betroffenen Gebieten auch die Besitzer von frei laufenden Haustieren aufhorchen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Fuchsräude:

Was für eine Krankeit ist die Fuchsräude?

Die Hautkrankheit wird durch den Biss einer Milbe verursacht. Sie gräbt sich in die Haut des Tieres ein, um dort ihre Eier abzulegen. Dies verursacht bei den befallenen Tieren einen starken Juckreiz. Durch das intensive Kratzen wird die Haut wund. Andere Erreger können eindringen und weitere Infektionen auslösen. Durch die Infektion verlieren die Tiere auch ihr Fell. Wird die Fuchsräude nicht behandelt, sterben die Tiere daran.

Wie wird die Räude übertragen?


Ungewöhnlicher Juckreiz

Die Räude wird entweder direkt von einem befallenen Tier übertragen oder über den Kontakt mit infizierten Hautpartikeln. Die Milben können sich auch in Matten oder Unterlagen einnisten. Diese sollten desinfiziert werden, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Textilien sollten mit 60 Grad gewaschen werden. In den betroffenen Gebieten sollten Hunde zur Sicherheit an der Leine geführt werden.

Wer kann sich mit der Räude anstecken?

Betroffen sind neben dem Fuchs vor allem freilaufende Haustiere. Es gibt keine Grenzen zwischen den Tierarten und auch Menschen können sich infizieren. Weil Hunde sehr soziale Tiere sind, können die Milben zwischen ihnen leicht übertragen werden, wenn ein Hund infiziert ist und Kontakt mit anderen Hunden hat.

Wie wird die Räude behandelt


Hunde im Zweifel an der Leine halten

Für Haustiere gibt es spezielle Medikamente, mit denen der Milbenbefall behandelt werden kann. Wer den Verdacht hat, sein Hund oder seine Katze könnte befallen sein, sollte zum Tierarzt gehen. Mögliche Anzeichen für die Fuchsräude ist ein starker Juckreiz. Am Bauch, den Innenschenkeln oder an den Ohrrändern sind Hautveränderungen gut zu erkennen.


Stand: 20.02.2014, 13.59 Uhr

Milben_

Die Grasmilbe, auch Herbstgrasmilbe oder Neotrombikula autumnalis ist ein Bodenbewohner. Die erwachsenen Parasiten ernähren sich von kleinen Arthropoden.

Die Larven jedoch sind Wirbeltierparasiten , die die Haut anbohren und saugen. Neben Kleinsäugern können auch unsere Haustiere Hunde, Katzen, Kaninchen und der Mensch befallen werden.

Die nur etwa 0,25 mm großen,sechsbeinigen orangefarbenen Larven befallen vor allem Stellen mit dünner Haut, dies sind bei Hund und Katze vorzugsweise

  • Zwischenzehenhaut
  • Ellbogenbeuge
  • Ohrfalte
  • Ohrrand
  • Lidrand
  • Anus, Vulva
  • Bauch
  • Kopfbereich

Beim Menschen sind vor allem die Knöchel und Achselhöhlen betroffen. Oft findet man ganze Nester von Grasmilbenlarven, vor allem an den Stellen, wo unsere Haustiere sie durch Lecken nicht erreichen können.

DIAGNOSE

Im typischen Fall ist ein Befall mit Larven der Grasmilben anhand der kleinen orangen blütenstaubähnlichen Auflagerungen leicht zu erkennen. Gerade aber bei den Tieren, die sehr stark unter den Parasiten leiden, das heisst Tiere, die sich extrem lecken, kratzen und beißen, sind die Spuren oft verwischt.

BEHANDLUNG

Man muß nicht jedes Tier mit Herbstgrasmilbenbefall behandeln. Die Milben haben außer dem Juckreiz keine Schadwirkung und verschwinden ja von selbst wieder. Zeigt ein Tier jedoch Juckreiz und sind Zeichen von selbstzugeführten Hautveränderungen vorhanden, muß man helfen.

Es eignen sich Shampoos mit antiparasitären Wirkstoffen. Auch die gegen Flöhe und Zecken wirksamen Arzneimittel zeigen eine gewisse Wirkung. Sind die Symptome nur auf wenige Stellen begrenzt, kann man durch das Auftragen von entzündungshemmenden Arzneimitteln den örtlichen Juckreiz lindern. In manchen Fällen wird, besonders bei hochempfindlichen Tieren, nur eine Behandlung mit juckreizstillenden Tabletten oder Injektionen während der ganzen Milbensaison helfen.

 

Ohrmilbenbefall

Vorkommen

Ohrmilben sind sehr spezialisierte Parasiten, denn sie befallen nur die Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang.

Symptome und Verlauf

ohrmilbenbefall

Die Hunde leiden im Wesentlichen unter einem starken Juckreiz im Ohr. Die Tiere halten den Kopf zur Seite oder schütteln ihn heftig, vollführen Manegebewegungen oder vollkommen unkoordinierte Bewegungen. Ohr und Gehörgang sind mit einem schwarzen, krümeligen Sekret angefüllt, in dem die Milben mikroskopisch nachweisbar sind

Durch das häufige Kratzen kann es zu offenen Wunden und nachfolgend zu Entzündungen kommen, die sich auf den Gehörgang übertragen. Nässende Ekzeme an Ohrrand, Ohrgrund und Wange oder Hämatome können entstehen, und in schweren Fällen kann die Entzündung durch das Trommelfell auf die inneren Hörorgane übergreifen und zu Mittelohrentzündung und Taubheit führen.

Behandlung und Vorbeugung

Zur Diagnose und Behandlung muss der Tierarzt aufgesucht werden. Moderne Milbenmittel können die Parasiten relativ schnell eliminieren, aber auch etwaige Entzündungen müssen behandelt werden, bevor sie auf die Hörorgane übergreifen.

 

Demodikose

Vorkommen

Demodikose ist eine Räudeform, die durch die Haarbalgmilbe (Demodex canis) verursacht wird. Diese wird im Normalfall vom Hund toleriert und lebt als ständiger Begleiter in den Haarfollikeln. Erst eine Schwächung des Immunsystems des Hundes (etwa durch Krankheit, Fehlernährung oder Parasitenbefall) kann zu einer massiven und explosionsartigen Vermehrung der Haarbalgmilben führen. Dabei werden Befallsdichten von bis zu 80.000 Milben pro Quadratzentimeter Haut beobachtet.

Generell erkranken kurzhaarige Hunde öfter an einer Demodikose als langhaarige, und einige Hunderassen scheinen öfter betroffen zu sein (etwa Beagle, Boxer, Dackel, Dalmatiner, Dobermann, Dogge, Englische Bulldogge, Mops, Pointer, Shar Pei und Terrierarten).

Symptome und Verlauf

Bei der Demodikose unterscheidet man zwei Erkrankungsformen:

1. Lokalisierte (örtlich begrenzte) Demodikose

Diese Form tritt meist bei Junghunden auf und zeigt in 90 Prozent der Fälle einen gutartigen Verlauf mit spontaner Heilung. Von der lokalisierten Form spricht man, wenn bis zu fünf kleine, umschriebene, nicht juckende, schuppige haarlose Hautstellen auftreten. Betroffen sind meist der Kopf, besonders im Bereich der Lefzen und Augenlider, und die Vordergliedmaßen...

Trotz ihres meist harmlosen Verlaufs ist eine Kontrolle des Krankheitsverlaufs durch regelmäßige, im Abstand von zwei bis vier Wochen durchgeführte Hautproben bis zur vollständigen Ausheilung wichtig und in jedem Fall durchzuführen.

Zur Unterstützung des Heilungsverlaufs sind alle Maßnahmen wichtig, die die körpereigene Abwehr stärken. Dazu gehören regelmäßige Entwurmungen, qualitativ hochwertiges Futter und die Vermeidung von Stressfaktoren jeglicher Art. Sollte keine spontane Heilung eintreten, ist eine Behandlung mit Milbenmitteln notwendig.

2. Generalisierte Demodikose

Bei allen Formen, bei denen mehr als fünf Hautstellen oder größere Hautbezirke oder mindestens zwei Pfoten verändert sind, spricht man von der generalisierten Form. Je nach Dauer der Erkrankung kommt es häufig zu bakteriellen Folgeinfektionen, zur Verdickung und verstärkter Verhornung der Haut sowie zu vermehrter Einlagerung von Pigmenten. Auch große Mitesser, Pusteln, Furunkeln sowie Rötung und Schuppung werden beobachtet.

Die generalisierte Demodikose kann bei Hunden jeder Altersstufe auftreten und gilt als schwere Hauterkrankung. Gerade bei älteren Hunden wird die Erkrankung häufig durch andere, das Immunsystem schwächende Grunderkrankungen, wie Infektionen, Tumore oder Stoffwechselerkrankungen ausgelöst.

Daher sind auch in diesem Fall alle Maßnahmen zur Stärkung des körpereigenen Immunsystems und zur Beseitigung der Grunderkrankungen durchzuführen. Hierzu zählen auch die Ernährung mit ausgewogener und vitaminreicher Kost sowie gegebenenfalls die Bekämpfung von Parasiten und der durch sie übertragenen Infektionskrankheiten.

Anmerkung: gegen viele Arten von Milben können Propolis innerlich u äußerlich helfen ebenso 3 x tgl. 1 Tablette Sulfur D6 für 10 Tage, zusammen mit Echinacea D 1, 3 x tgl. 1 Tablette für 4 Wochen, baden mit Amitraz und chemisch sehr wirksam aber nur nach Absprache soll Ecotex sein, ebenso Advocat als Spot-on sowie plantavet fürs Immunsystem.

Bei Demodex hilft selbstgemachter Kefir sehr gut, weil er die T-Zellen kräftig ankurbelt (verdoppeln bis verdreifachen sich lt. Studien an Mäusen). Demodikose hat die Ursache in einem zu schwachen Immunsystem

hier nochwas der TK Birkenfeld:

Demodexmilben gehören zur normalen Hautfauna behaarter Säugetiere und des Menschen dazu. Demodikose wird erst durch eine übermäßige Vermehrung der Demodex canis (Haarbalgmilbe) hervorgerufen. Demodex canis, die häufigste Demodexmilbe beim Hund, ist eine schlanke, ca. 250 bis 300 µm lange und 40 µm dicke Milbe, die sich in den Haarbälgen,  Talg- und apokrine Schweißdrüsen (Duftdrüsen) aufhält.

Hat sich die Milbe übermäßig vermehrt, äußert sich die Erkrankung durch haarlose Hautstellen. Häufig weisen diese Hautstellen eine Rötung der Haut und Schuppenbildung auf. Die Ränder der betroffenen Hautstellen sind scharf begrenzt oder diffus. Außerdem kommt es häufig zu Pustel- und Krustenbildung sowie unterschiedlich starkem Juckreiz.

Beim Tierarzt wird mit einer Skalpellklinge ein tiefes Hautgeschabsel an den betroffenen Stellen entnommen und unter einem Mikroskop untersucht. Erst dann ist die Diagnose „Demodikose“ endgültig möglich. Eine einzelne tote Demodexmilbe ist jedoch nicht ausreichend für die Diagnose, hierfür müssen mehrere lebende Milben, am besten mit Jugendstadien, gefunden werden.

Es gibt 7 verschieden Formen der Demodikose

1. Lokalisierte, spontane Demodikose (Demodex canis)
Bei dieser Form erkranken meist Hunde im jugendlichen oder pubertierenden Alter. Normalerweise sind 1-5 haararme bis haarlose Hautveränderungen zu erkennen, die sich vorwiegend am Kopf und Hals, aber auch an Gliedmaßen und Rumpf befinden können. Diese Stellen können gerötet sein oder eine Schuppenbildung aufweisen, jedoch besteht zunächst kein Juckreiz. Ein Juckreiz entsteht meist nur, wenn eine bakterielle Sekundärinfektion hinzukommt. Diese Demodikose des jungen Hundes ist nach heutigem Wissensstand nicht erblich und kein Zuchtausschluss. In über 90% der Fälle kommt es zu einer Spontanheilung. Bei der Behandlung sollte man auf ein akarizides Mittel verzichten. Eine Spontanheilung ohne Einsatz akarizider Mittel sichert die Feststellung, dass es sich um diese und nicht um eine erbliche Form handelt. Die bakteriell infizierten Hautbezirke können bedenkenlos mit antibakteriellen Mitteln (Benzoylperoxid-Gel oder Shampoo) behandelt werden. Durch die Reibung können Haare, die später sowieso ausgefallen wären, ausfallen und somit eine Verschlechterung vortäuschen. Um die Immunabwehr des Hundes nicht unnötig zu belasten, sollte ein gleichzeitiger Befall mit Darmparasiten sofort behandelt werden. Zur Kontrolle sollte ein regelmäßiges Kontrollgeschabsel alle 2-3 Wochen genommen werden, um den Krankheitsverlauf zu überwachen. Sollte die Erkrankung in eine generalisierte Form übergehen, kann frühzeitig eine akarizide Therapie eingeleitet werden.

2. Lokalisierte, iatrogene Demodikose (Demodex canis)
Bei dieser Form spielt das Lebensalter und die Rasse des Hundes keine Rolle. Sie kann durch eine örtliche Immunsuppression, wie z.B. durch eine Injektion eines Depot-Kortisonpräparates oder von Depot-Gestagenen unter die Haut oder durch eine lokale Anwendung von Kortisonsalben oder -cremes, ausgelöst werden. In der Regel sind nur einzelne Hautstellen betroffen, oft im Bereich der Flanke oder seitlichen Brustwand, wo eine subkutane Injektion erfolgte. Die Anzeichen für diese Art der Demodikose sind identisch wie bei der spontanen Form. Hinzu kommt, dass die Haut, durch einen Kortison-bedingten Abbau von Kollagen in der Haut, pergamentartig und extrem dünn erscheint. Eine Abheilung der Demodikose erfolgt, meist ohne weitere Behandlung, erst nach Abklingen der Depotwirkung des verursachenden Präparates. Da dies bis über ein Jahr dauern kann, werden die Veränderungen lange bestehen bleiben. Zur Diagnose führen ein entsprechender Vorbericht, Hautgeschabsel (wie bei der spontanen Form) und Untersuchungen auf Bakterien. Es kann einfach abgewartet werden, bis die Wirkung des Depot-Präparates nachlässt und die Haut sich wieder normalisiert. Sollte jedoch eine sekundäre bakterielle Infektion und zahlreiche lebende Milben im Hautgeschabsel festgestellt werden, sollte der Hund normalerweise täglich über mehrere Wochen mit einem Akarizid und mit antibakteriellen Mitteln behandelt werden. Viele Besitzer ziehen aufgrund der langen Depotwirkung des Präparates eine chirurgische Entfernung des unter der Haut liegenden Depotpräparates vor, da es meist ein flaches Scheibchen ist, das aus dem Unterhautgewebe relativ leicht entfernt werden kann. Diese Form der Demodikose beeinträchtigt ebenfalls nicht die Zuchttauglichkeit.

3. Generalisierte, erbliche Demodikose (Demodex canis)
Der Dobermann ist neben einer Reihe anderer Rassen prädisponiert für die generalisierte, erbliche Demodikose. Je nach Rasse tritt diese Form bei jungen Hunden bis etwa 1,5 oder 2 Jahre auf. Bei Hunden ohne erworbene Immunsuppression geht man von einem erblichen spezifischen Immundefekt (autosomal-rezessiv?) und sekundärer Induktion einer unterschiedlich starken zellvermittelten Immunsuppression aus. Der Schweregrad des Immundefekts, ob und in welchem Maß eine sekundäre bakterielle Infektion vorliegt und zu einer zusätzlichen Immunsuppression geführt hat, beeinflusst den Verlauf der Erkrankung. Zunächst äußern sich die Hautveränderungen in fokalem oder diffusem Haarverlust mit Schuppenbildung und geröteter Haut. Am Anfang sind häufig der Kopf (z.B. Veränderung, die einer Brillenbildung ähneln) und die Vorderbeine betroffen. Eine Ausbreitung auf den ganzen Körper erfolgt meist sehr rasch. Es treten regelmäßig bakterielle Sekundärinfektionen auf, die entweder oberflächlich (Papeln, Pusteln, häufig mit Juckreiz) oder tief (Zellulitis, Fistelbildung, Ödemen, Furunkeln und Schmerz) sind. Außerdem werden Bildung von Mitessern und Verhornungsstörungen beobachtet und es kommt nicht selten vor, dass die Körperlymphknoten im Einzugsbereich der Haut (generalisierte Lymphadenopathie) anschwellen. Des Weiteren kann eine schwere Allgemeinstörung und Fieber auftreten. Durch Bakterientoxine und Entzündungsmediatoren werden auch andere Organe geschädigt. Durch die Blutvergiftung kann es zum Tod des Hundes kommen. Man muss mit einer langwierigen Behandlung rechnen, die mindestens 4-6 Monate dauern kann. Es ist erforderlich, dass der Tierhalter und der Tierarzt intensiv zusammen arbeiten. Wenn eine Behandlung nicht erfolgreich ist, dann liegt es meist daran, dass nicht konsequent mit ausreichender Fachkompetenz behandelt wurde. Als lokale Therapie wird äußerlich meist mit Ectodex® (außerhalb Deutschlands unter Amitraz bekannt) behandelt, welches ein Akarizid ist, das als Hemmer der Monoaminooxigenase (MAO) zu Paralyse und Tod von Demodex- und anderen Milben führt. Es hat aber auch eine Reihe von anderen Wirkungen, wie z.B. auf den Glucosestoffwechsel. Diabetische Patienten sollten dieses Mittel nicht anwenden. Hunde mit großflächigen offenen und tiefen Veränderungen der Haut sollten mit Amitraz nicht bzw. nicht großflächig behandelt werden, da eine Gefahr einer erhöhten Resorption besteht. Ein weiteres Medikament ist Mexidectin, das als spot-on-Formulierung (Advocate®) gleichfalls zur Demodikosebehandlung zugelassen ist und alle 4 Wochen (Empfehlung des Herstellers) appliziert wird. Alle 2-3 Wochen wird ein Kontrollgeschabsel entnommen, was unabdingbar für einen optimalen Erfolg ist. Die Dauer der Therapie richtet sich nach der parasitologischen Kontrolle und nicht nach der äußerlich sichtbaren Besserung der Hautveränderungen. Ist das Geschabsel mindestens 2-mal hintereinander negativ, kann die Therapie beendet werden. Wird die Therapie vorzeitig abgebrochen, da die Haare z.B. schon nachgewachsen sind, ist ein Rückfall vorprogrammiert. Hunde sollten mit dieser Form der Demodikose nicht in die Zucht gehen, obwohl der Erbgang noch nicht geklärt ist.

4. Generalisierte Demodikose aufgrund iatrogener oder spontaner Immunsuppression / „Old dog demodicosis“ (Demodex canis)
Auch bei älteren Hunden muss das Auftreten einer generalisierten Demodikose besonders ernst genommen werden. Zum Beispiel kann durch Verabreichung immunsuppressiv wirkender Medikamente (z.B. Glukokortikoide, Zystostatika) die Erkrankung ausgelöst werden. Spontan tritt sie bei einigen Lebererkrankungen, schweren Stoffwechselstörungen (Diabetes mellitus oder Cushing-Erkrankung) und bösartigen Tumorerkrankungen (Lympfosarkom, Hämangiosarkom, Mamma-Adenokarzinom) auf. Im Einzelfall kann die Demodikose bis zu 12 Monate vorher auftreten, bevor äußerliche Anzeichen derartiger Erkrankungen auftreten. Von daher ist es ratsam, engmaschige Untersuchungen durchzuführen, wenn eine Demodikose beim Hund auftritt.

5. Pododemodikose (Demodex canis)
Befinden sich im Pfotenbereich entzündliche Hautveränderungen, eine sogenannte Pododermatitis, muss differentialdiagnostisch eine Erkrankung durch Demodexmilben in Betracht gezogen und eine mikroskopische Untersuchung durchgeführt werden. Die Pfoten sind häufig geschwollen und sehr schmerzhaft. Hinzu kommen meist tiefe bakterielle Infektionen und wechselnde Lahmheiten. Es kommt jedoch manchmal vor, dass sich die Erkrankung nur durch lecken der Pfoten äußert. Neufundländer, Bernhardiner, Deutsche Doggen, Bobtails und andere große Rassen sowie Westhighland White-Terrier sind prädisponiert für diese Form der Demodikose. Entweder tritt die Pododemodikose als eigenständiges Problem ohne Veränderung am restlichen Körper oder als Überbleibsel einer früheren generalisierten Demodikose auf. Eine Behandlung erfolgt wie bei der generalisierten Demodikose.

6. Demodikose durch Demodex cornei
Über Demodex cornei ist noch wenig bekannt, da sie eine beim Hund relativ neu entdeckte Milbenart ist. Sie ist kürzer und breiter als Demodex canis und es ist noch unklar, ob sie auch zur normalen Hautflora des Hundes dazu gehört. Demodex cornei lebt deutlich oberflächlicher als Demodex canis und wird manchmal mit ihr zusammen nachgewiesen. Eine durch Demodex cornei verursachte Demodikose äußert sich durch Schuppenbildung, deutlichem Juckreiz und Rötungen der Haut. Anders als bei der Demodex canis, kann bei der Demodex cornei ein sogenannter „Tesafilm-Abklatsch-Test“ durchgeführt werden.

7. Demodikose durch Demodex injai
Im Gegensatz zu Demodex canis ist die Demodex injai länger und scheint vor allem in den Talgdrüsen zu leben. Sie wird im Zusammenhang mit fettiger Haut vor allem bei verschiedenen Terrierrassen gefunden und führt zu schlechter Haarqualität mit schütterem Haar und unterschiedlich starkem Juckreiz, der sich besonders auf dem Rücken äußert. Bisher ist nicht bekannt, ob es zu einer Übertragung von einem befallenen zu einem gesunden Hund kommt.

Behandlung:
Eine Behandlung mit Kortisonpräparaten sollte bei allen Formen der Demodikose wegen deren negativer Wirkung auf die Immunabwehr in jeder Anwendungsform nicht gegeben werden. Sollte eine Behandlung mit Kortison bereits erfolgt sein, müssen die Präparate umgehend abgesetzt werden. Bei Tieren mit hereditärer generalisierter Demodikose dürfen Sie auch nach erfolgreicher Behandlung nur noch nach strenger Indikationsstellung sowie sorgfältiger Abwägung von Risiko und Nutzen angewandt werden.

Eine Beseitigung der Demodexmilbe erfolgt mit akariziden Mitteln. Lokal werden vorzugsweise Bäder oder Waschungen vorgenommen und systemisch durch Spot on Präparate oder orale Verabreichung. Bei einer bakteriellen Sekundärinfektion werden Antibiotika, die sich als „hautwirksam“ erwiesen haben, in Tablettenform und als antibakterielle Shampoos eingesetzt.

Es heißt inzwischen..eine Übertragung von akut befallenen Tieren auf andere ist sehr wohl möglich, und zwar dann, wenn frische Verletzungen vorliegen. Dafür reichen z.B. schon Zahnfleischentzündungen. Die mit der Zunge durch Belecken aufgenommenen Milben gelangen so direkt in den anderen Organismus. Bei großflächigen Ekzemen werden massenhaft Milben übertragen, gegen die ein ansonsten funktionierendes Immunsystem kurzfristig nicht ankommen kann...

 

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Räude

Die klassische Räude (beim Menschen Krätze genannt) wird durch Krätz- oder Räudemilben des Hundes verursacht, die häufigste Milbenart bei diesen Vierbeinern. Die Erkrankung beruht auf den zahlreichen Hautreaktionen des Tieres auf einen Parasitenbefall.

Vorkommen

Milben leben meist sehr artspezifisch, so dass der Befall durch den Kontakt mit anderen infizierten Hunden verursacht wurde. Dabei muss kein direkter Fellkontakt bestanden haben; es reicht die Anwesenheit an einem Ort zusammen mit befallenen Hunden. Milben kommen in unseren Breitengraden nicht mehr so häufig vor wie Flöhe.

Symptome und Verlauf

raeudemilbenbefall

Charakteristisch für einen Befall sind Schuppen- und Faltenbildung. Die klassische Räude zählt zu den Hauterkrankungen, die mit besonders starkem Juckreiz verbunden sind. Dieser wird zum Einen durch die Irritation durch die Parasiten selbst, zum Anderen aber auch durch allergische Reaktionen auf Milbenspeichel und Milbenkot seitens des Hundes verursacht. Hinzu kommen rote Papeln, Haarausfall und stellenweise auch eine Verdickung der Haut sowie ein ranziger Geruch durch die Zunahme der Hautfettproduktion (Seborrhoe). Die Hautveränderungen beginnen am Kopf und an den Ohren der Hunde und können sich später über den ganzen Körper - einschließlich des Schwanzes - ausbreiten.

Behandlung und Vorbeugung

Zur Diagnose und Behandlung muss der Tierarzt aufgesucht werden. Moderne Milbenmittel können die Parasiten relativ schnell eliminieren.

Gefahr für den Menschen

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Raubmilbenbefall

Vorkommen

Raubmilben besiedeln meist die Rückenpartien der Hunde.

Symptome und Verlauf

raubmilbenbefall

Der Milbenbefall hat einen Juckreiz zur Folge, der allerdings je nach Hund stark oder schwach ausgeprägt sein kann. Charakteristisch ist die starke Schuppung. Auch die großen Raubmilben selber sehen diesen Schuppen ähnlich. Weiterhin sind Verkrustungen und Ekzeme die Folgen eines Befalls sowie die unweigerlichen Schmutzinfektionen, die durch das Kratzen entstehen können.

Behandlung und Vorbeugung

Zur Diagnose und Behandlung muss der Tierarzt aufgesucht werden. Moderne Milbenmittel können die Parasiten relativ schnell eliminieren, aber auch etwaige Entzündungen müssen behandelt werden. Durch Shampoos und Spülungen kann die belastete und entzündete Haut entspannt werden.

Copyright © Bayer AG  
Letzte Änderung: 02. Februar 2012  

 

Sarcoptesmilben

Die Hauptwirte der Sarcoptesmilbe sind neben Hunden auch Füchse und Marder, in Alpenländern auch Gamswild.

Übertragen werden die Milben entweder über direkten Kontakt mit einem befallenen Tier oder indirekt über die Umgebung.

Wildtiere (Füchse und Marder) leiden oft unter einer Sonderform der Sarcoptesräude mit starker Krustenbildung v.a. an den Ohren. Diese Krusten beherbergen zahlreiche Milben und bieten ihnen hervorragenden Schutz.

Werden sie abgekratzt oder –geschüttelt, verbleiben über Tage hinweg ansteckungsfähige Milben in der Umgebung. Die indirekte Ansteckung von Hunden auf diesem Weg scheint zunehmend an Bedeutung zu gewinnen.

Wo leben Sarcoptesmilben?

Sarcoptesmilben leben auf der Hautoberfläche und innerhalb der obersten Schichten der Epidermis, wo die weiblichen Tiere „Pseudotunnel“ graben, in die sie ihre Eier ablegen. Aus diesen entwickeln sich innerhalb von 17 - 21 Tagen über Larven- und Nymphenstadium wieder erwachsene Milben.

Der gesamte Entwicklungszyklus spielt sich auf dem Wirtstier ab, aber auch außerhalb des Wirtes können die Milben relativ lange überleben (bis zu 19 Tagen).




Wie sieht eine Sarcoptesräude aus?

„Klassisch“ für Sarcoptesräude ist hochgradiger Juckreiz – er ist mit kaum einer anderen Hauterkrankung zu vergleichen. Er bleibt ganzjährig unverändert stark und zeigt ein typisches Verteilungsmuster: Zuerst und am stärksten sind Ohrmuscheln, Gliedmaßen (v.a. Ellenbogen und Sprunggelenke) und Bauch betroffen, dann der Kopf und zuletzt der Rückenbereich. Sehr schnell folgen bakterielle Entzündungen, Krusten, Haarverlust und schließlich oft enorme chronische Veränderungen mit Verdickung und Schwarzfärbung der Haut („Elefantenhaut“). Zusätzlich treten Gewichtsverlust, Ruhelosigkeit und mitunter Wesensveränderungen (Aggressivität!) auf.

Typisch für Sarcoptesräude ist eine Verstärkung des Juckreizes nachts und in warmer Umgebung – im Gegensatz zu Allergien etwa, bei denen Juckreiz in der Nacht eher ungewöhnlich ist. Die betroffenen Hunde sind „unkonzentriert“ oder „ungehorsam“ und kratzen sich selbst im Behandlungsraum des Tierarztes (ein Symptom, das nur bei ganz wenigen anderen Erkrankungen beobachtet wird!).

Wer kann sich anstecken?

Meist sind auch andere Kontakttiere (v.a. Hunde) und/oder Menschen (v.a. Kinder) Opfer der ansteckenden Milben. Menschen zeigen stark juckende Papeln (wie „Mückenstiche“) in Bereichen mit dünner Haut, die mit dem Hund in Berührung kommen, also vorwiegend an Unterarmen, Beinen, Brustbereich und Bauch.

Sie klingen i.d.R. nach einigen Tagen spontan ab und treten an anderen Stellen erneut auf (da der Mensch nur Fehlwirt ist und die Milben sich auf ihm nicht weiterentwickeln können, sterben sie ab. Solange der Überträger aber nicht behandelt wird, kommt es immer wieder zu Neuansteckungen).

Wie werden Sarcoptesmilben nachgewiesen?

Da schon wenige Milben aufgrund einer allergischen Reaktion des Wirtstieres zu enormem Juckreiz führen können, gestaltet sich ihr Direktnachweis mitunter schwierig. Er wird durch die mikroskopische Untersuchung von zahlreichen Hautgeschabseln erstellt.

Der indirekte Milbennachweis kann über eine Blutuntersuchung (Messen von Sarcoptes-spezifischen Antikörpern) erfolgen, deren Ergebnis aber kritisch interpretiert werden muß: Diese Untersuchungsmethode setzt voraus, daß die Ansteckung mindestens 2-4 Wochen zurückliegt, ehe Antikörper messbar sind.

Ein positives Testergebnis bedeutet nicht zwangsläufig eine aktuelle Ansteckung, da der Titer auch nach Abtöten der Milben noch über viele Monate hinweg positiv bleibt.

Schätzungsweise 5-10% der Hunde mit Sarcoptesräude bilden auch bei Milbenbefall keine Antikörper, so dass ein negativer Befund nicht automatisch eine Sarcoptesräude ausschließt.

Auch „Blut-Allergie-Tests“ bei Hunden mit Sarcoptesräude sind häufig falsch-positiv. Um Fehlinterpretationen zu vermeiden, sollte eine Sarcoptesräude daher vor der Durchführung eines jeden Allergietests sicher ausgeschlossen sein!!

Wie werden die Milben behandelt? (gilt auch für Cheyletiellen)

Da Sarcoptes- und Cheyletiella-Milben unter günstigen Umständen auch außerhalb ihres Wirtstieres überleben können und hochansteckend sind, ist dringend zu empfehlen, neben dem erkrankten Tier alle empfänglichen Kontakttiere und die Umgebung konsequent zu behandeln.

Da niemals mit einer Behandlung sämtliche Jugendformen der Milben mit abgetötet werden, muß die Behandlung mehrfach wiederholt werden, bis alle Milben eradiziert sind, was mindestens 6-8 Wochen in Anspruch nimmt.

Erkrankte Hunde und Kontakttiere können äußerlich oder systemisch behandelt werden. Verschiedene Wirkstoffe meist in Shampooform sind gegen die genannten Milben wirksam.

Damit sie abgetötet werden, muß der Wirkstoff sie auch tatsächlich in ihren Lebensräumen erreichen, so dass Hunde mit sehr dichtem oder langem Fell unter Umständen vor Therapiebeginn geschoren und stark krustöse Hautveränderungen vorher vorsichtig freigebadet werden müssen.

Natürlich muß auch der ganze Körper, also auch Kopf und Ohren, konsequent behandelt werden, was bei manchen Tieren kaum möglich ist. Die Waschbehandlungen werden mindestens 6x im Abstand von 7-10 Tagen durchgeführt.

Hochwirksam und bequemer in der Anwendung gegen Sarcoptesmilben und Cheyletiellen ist die systemische Behandlung mit Avermectinen je nach Wirkstoff alle 7-21 Tage über etwa 6 Wochen.

Wie wird die Umgebung behandelt?

Besonders günstig für das Überleben von Milben außerhalb des Wirtstieres ist eine kalte und feuchte Umgebung, während Wärme und Trockenheit schnell zum Absterben führen. Zur Behandlung der Umgebung ist neben Kehren, Putzen, Staubsaugen etc. die Anwendung eines Kontaktinsektizides ratsam.

Die gesamte Umgebung des Tieres muß konsequent behandelt werden, also Haus bzw. Wohnung oder Zwinger, Transportkäfige, Auto, Pflegeutensilien etc. Die Umgebungsbehandlung sollte über die gesamte Therapiedauer, mindestens aber 30 Tage, durchgeführt werden. Ist dies zu aufwendig, kann auch in solchen Bereichen auf eine Behandlung verzichtet werden, wo gewährleistet werden kann, daß für mindestens drei Wochen weder der betroffene Hund noch andere empfängliche Tiere Zugang haben.

Müssen andere Tiere auch behandelt werden?

Neben Hunden sind für Sarcoptesmilben v.a. Katzen, Frettchen und Meerschweinchen empfänglich, für Cheyletiellen auch noch Kaninchen. Sie sollten daher grundsätzlich mitbehandelt werden, auch wenn sie keine Symptome zeigen (Gefahr von asymptomatischen Carriern).

TK Birkenfeld
 

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Welche Vergiftungen sind häufig bei Hunden und Katzen?

Eibe

Haustiere können sich unbeabsichtigt mit Haushaltsreinigern, Giftpflanzen wie beispielsweise der Eibe oder Frostschutzmitteln vergiften. Foto: vetproduction

Vergiftungen bei Hunden und Katzen sind unter Tierbesitzern sehr gefürchtet. Die Haustiere können sich unbeabsichtigt mit Haushaltsreinigern, Giftpflanzen oder Frostschutzmitteln vergiften, oder aber sie werden mutwillig mit Rattengift oder anderen Ködern vergiftet. Als Tierhalter will man wissen: Welche Vergiftungen sind möglich? Wie äußern sich Vergiftungen bei Hund und Katze? Wie kann ich selbst Erste Hilfe bei einer Vergiftung meines Tieres leisten? Wie behandelt der Tierarzt meinen vergifteten Hund bzw. meine vergiftete Katze?

Einige häufige Vergiftungen bei Hunden und Katzen finden Sie hier aufgeführt:

  • Mittel gegen Ektoparasiten (z.B. Amitraz oder Permethrin)

Der Wirkstoff Amitraz ist unter anderem in bestimmten Hunde-Halsbändern gegen Ungeziefer wie Zecken enthalten. Zu einer Vergiftung kann es zum Beispiel kommen, wenn der Hund das Halsband zerbeißt.

Auch Permethrin ist in vielen Präparaten gegen Ektoparasiten (in Form von Spot-Ons oder Sprays) enthalten. Es ist für Hunde, nicht aber für Katzen zugelassen! Vergiftungen treten bei Katzen immer wieder auf, weil Tierbesitzer das Mittel fälschlicherweise auch bei Katzen anwenden.

Typische Symptome einer Amitraz-Vergiftung sind Benommenheit, weitgestellte Pupillen, Schwäche sowie ein verlangsamter Herzschlag. Bei Katzen weisen starkes Speicheln und Krämpfe auf eine Permethrin-Vergiftung hin.

  • Rattengift und Mäusegift

Häufig enthalten Rattengifte und Mäusegifte (Rodentizide) sogenannte Cumarin-Derivate. Diese greifen in die Blutgerinnung von Tieren ein und verursachen lebensgefährliche Blutungen. Insbesondere Rodentizide der 2. Generation (z.B. Diphacinone, Bromadiolone) wirken besonders lange (bis zu vier Wochen). Hunde und Katzen nehmen entweder das Gift direkt auf oder erbeuten Ratten oder Mäuse, die bereits vergiftet sind.

Für den Tierbesitzer ist eine Vergiftung mit Rodentiziden nicht immer nachvollziehbar, zum einen, weil er während der Giftaufnahme oft nicht zugegen ist, zum anderen, weil die ersten Vergiftungssymptome erst zwei bis vier Tage auftreten, nachdem der Hund oder die Katze das Gift gefressen hat.

Auffälligstes Symptom einer Vergiftung mit Rattengift und Mäusegift sind Blutungen aus Maul, Nase, Genitalöffnung und After sowie innere Blutungen des Tieres.

  • Frostschutzmittel (Diethylenglycol)

Vor allem während der kalten Jahreszeit treten gelegentlich Vergiftungen bei Hunden und Katzen durch Frostschutzmittel auf. Nicht selten entstehen zum Beispiel beim Einfüllen des Mittels oder durch beschädigte Autokühler kleine Pfützen.

Hunde und Katzen nehmen das Frostschutzmittel bereitwillig wegen seines süßen Geschmacks auf. Typische Symptome einer Frostschutzmittel-Vergiftung sind ein unsicherer Gang (Torkeln), Benommenheit, Erbrechen, Durchfall sowie Muskelkrämpfe beim Tier.

  • Medikamente (z.B. die Schmerzmittel Acetylsalicylsäure und Paracetamol)

Acetylsalicylsäure und Paracetamol sind Wirkstoffe, die in der Humanmedizin vorwiegend als Schmerzmittel und zur Fiebersenkung eingesetzt werden. Sie können – abhängig von der Dosis – sowohl bei Hunden als auch bei Katzen zu Vergiftungen führen, wobei Katzen empfindlicher reagieren als Hunde.

Als Anzeichen einer Vergiftung mit Acetylsalicylsäure oder Paracetamol sind Hunde bzw. Katzen apathisch und benommen, haben Durchfall und Erbrechen, in manchen Fällen auch Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Grundsätzlich ist es ratsam, Haustiere in keinem Fall eigenmächtig mit Medikamenten aus der eigenen Hausapotheke zu behandeln. Der Medikamenten-Schrank sollte außerdem verschlossen und nicht für Hund oder Katze zugänglich sein – vor allem, wenn die Tiere alleine und unbeobachtet zu Hause bleiben.

  • Giftpflanzen

Das Spektrum an Pflanzen, die für Hunde und Katzen giftig sind, ist groß. Dabei kann es sich sowohl um wilde Gewächse, als auch um Zierpflanzen im Garten oder innerhalb der Wohnung handeln. Die Vergiftungssymptome durch Pflanzengifte können vielfältig und teilweise sehr unterschiedlich sein. Häufig kommt es zu Erbrechen, Durchfall, Benommenheit, starkem Speicheln oder zum Schock des Tieres.

  • Organische Phosphorsäureester (z.B. Parathion, E605)

Zu den organischen Phosphorsäureestern zählen viele Insektizide, wie sie im häuslichen Garten oder in der Landwirtschaft verwendet werden. Auch einige Präparate gegen Ektoparasiten (wie Zecken und Flöhe) enthalten verwandte chemische Verbindungen, die in zu hoher Dosierung für Tiere – wie auch für Menschen – giftig wirken können.

Bei Hunden oder Katzen treten als Vergiftungssymptome meist Erbrechen und Durchfall, Muskelzuckungen oder Muskelkrämpfe sowie starkes Speicheln auf. Typisch sind auch eng gestellte Pupillen (Miosis).

  • Kontaktvergiftungen

Bei Kontaktvergiftungen kommt das Gift mit der äußeren Haut oder den Schleimhäuten des Tieres in Berührung und schädigt diese an Ort und Stelle. Dies kann sich in Form von Hautwunden oder verschorften Hautstellen äußern.

Zu Kontaktvergiftungen kann es kommen, wenn Hunde oder Katzen Zugang zu säure- oder laugehaltigen Haushaltsreinigern oder Lösungsmitteln – etwa in Farben oder Lacken – haben.

Wie leiste ich als Tierbesitzer Erste Hilfe bei Vergiftungen?

Ist das Gift nicht bekannt, können Sie als Tierbesitzer nur bedingt Erste Hilfe leisten. Zudem können sich hinter Symptomen wie Durchfall und Erbrechen auch andere Krankheitsursachen verbergen. Die Maßnahmen beschränken sich dann darauf, Ihr Tier sicher zu lagern und schnellstmöglicht zu einem Tierarzt zu bringen.

Bei bestimmten, bekannten Giften können Sie wie folgt bei Ihrem Tier Erste Hilfe leisten:

  • Säuren oder Laugen: Spülen Sie bei Hautkontakt die betroffenen Stellen sofort mit viel lauwarmen Wasser über mehrere Minuten ab (keine Waschsubstanzen verwenden). Scheren Sie gegebenenfalls das Fell im betroffenen Bereich (gilt auch bei anderen Kontaktvergiftungen). Bringen Sie Ihr Tier anschließend sofort zum Tierarzt!

Hat Ihr Tier ein säure- oder laugehaltiges Mittel verschluckt, können Sie ihm reichlich Wasser anbieten beziehungsweise einflößen (soweit möglich). Tun Sie dies nur, wenn es sich mit Sicherheit um eine Säure oder Lauge handelt. Bei anderen Giftstoffen könnte sonst die Aufnahme des Gifts in den Körper beschleunigt werden!

Bei einer Vergiftung mit ätzenden Substanzen – versuchen Sie auf keinem Fall, bei Ihrem Tier Erbrechen auszulösen!

Erste Fragen des Tierarztes bei Vergiftungen

Haben Sie bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze den Verdacht auf eine Vergiftung, stellt Ihnen der Tierarzt (am besten bereits telefonisch) folgende Fragen:

  • Um welche Tierart und Rasse handelt es sich?
  • Wie alt und wie schwer ist das Tier?
  • In welchem gesundheitlichen Zustand befindet sich Ihr Tier? (Symptome beschreiben)
  • Ist das Gift bekannt? (z.B. Medikament, Reinigungsmittel, Pflanze, etc.)
    In diesem Fall ist es hilfreich, wenn Sie vorhandene Pflanzenteile, Verpackungen oder Beipackzettel mit in die Tierarzt-Praxis bringen!
  • Wann hat Ihr Tier das Gift aufgenommen?
  • Wie viel Gift hat Ihr Tier aufgenommen? (Bei Medikamenten z.B. auch Dosierung, Häufigkeit der Anwendung, usw.)
  • Wie wurde das Gift aufgenommen? (Hautkontakt oder Verschlucken)

Wie behandelt der Tierarzt Vergiftungen?

Bei Vergiftungen besteht die wichtigste tierärztliche Maßnahme darin, das Gift möglichst rasch und vollständig aus dem Körper des Tieres zu entfernen. Tierärzte bezeichnen dieses Vorgehen als „Dekontamination“.

Entgiftung (Dekontamination)

Zur Entgiftung des Tieres stehen dem Tierarzt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Welche er wählt, richtet sich danach, welches Gift das Tier aufgenommen hat.

  • Entleerung des Magens:

Eine Entleerung des Magens ist nur dann sinnvoll, wenn der Hund oder die Katze das Gift vor weniger als zwei Stunden aufgenommen hat. Voraussetzung ist, dass das Tier bei Bewusstsein ist und feststeht, dass es sich nicht um ätzende Substanzen (Säuren, Laugen) oder Lösungsmittel handelt. Der Tierarzt spritzt dazu ein Mittel, welches Erbrechen auslöst (Emetikum), beim Hund beispielsweise Apomorphin, bei der Katze Xylazin.

  • Entleerung des Darms:

Ist der giftige Stoff bereits weiter in den Darm des Tieres gelangt, verabreicht der Tierarzt eventuell ein Mittel, welches den Darm schneller entleert. Der Enddarm lässt sich mithilfe eines Klistiers beziehungsweise Einlaufs entleeren.

  • Giftaufnahme im Magen-Darm-Trakt verhindern:

Um zu verhindern, dass der giftige Stoff vom Darm in den Blutkreislauf des Tieres gelangt, verabreicht der Tierarzt meist Aktivkohle. Diese hat die Eigenschaft, viele Giftstoffe an ihrer Oberfläche zu binden. Das Tier scheidet die Aktivkohle (mitsamt des gebundenen Gifts) über den Darm wieder aus. Allerdings binden bestimmte Gifte wenig an Aktivkohle (z.B. Frostschutzmittel, Laugen, Säuren oder Lösungsmittel).

  • Beschleunigte Ausscheidung des Gifts über die Nieren:

Befindet sich das Gift bereits im Blutkreislauf des Tieres, besteht eine wichtige Behandlungsmaßnahme zum einen darin, den Giftstoff zu verdünnen. Zum anderen soll das Gift möglichst schnell mit dem Harn ausgeschieden werden. Zu diesem Zweck erhält das Tier Infusionen über die Vene. Gleichzeitig verabreicht der Tierarzt ein harntreibendes Mittel (Diuretikum, z.B. Furosemid).

  • Gegengift (Antidot)

Gegen manche Gifte stehen Gegenmittel (Antidote) zu Verfügung. Voraussetzung ist, dass das jeweilige Gift bekannt ist. Beispiele für Gifte, für die ein Antidot existiert, sind:

  • Giftstoff: Amitraz, Antidot: Atipamezol
  • Giftstoff: Cumarin-Derivate, Antidot: Vitamin K1
  • Giftstoff: Frostschutzmittel, Antidot: Ethanol (Ethylalkohol)
  • Giftstoff: Paracetamol, Antidot: Acetylcystein
  • Giftstoff: E605, Antidot: Atropin

Wichtige Adressen bei Vergiftungen

Wichtige Informationen zu Vergiftungen, sowohl für Tiere als auch für Menschen, erhalten Sie über Giftnotrufzentralen. Im Internet finden Sie unter www.toxinfo.org auch alle Telefonnummern und Adressen regionaler Giftinformationszentren in Ihrer Nähe.

 

Tiermedizinportal.de

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Hinweis:

Alle hier veröffentlichten Informationen stammen aus verschiedenen Publikationen und Berichten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit ich keine Haftung übernehme. Die verwendeten Quellen können der Literaturliste entnommen werden.

 

 
 
 

Literaturliste:

  • · · Michael Fehr / Andrea Meyer-Lindenberg, Über die Ellenbogengelenkerkrankungen beim Hund; Kleintierpraxis 37, 1992, S. 427 ff
  • · · Dr. Hildegard Jung, Hundekrankheiten von A-Z , 1998
  • · · Sylvia M. Linnmann, Die Hüftgelenksdysplasie des Hundes, 1998
  • · · Dr. Margit Rogalla, Die Goldimplantation- eine neue Methode zur Behandlung von Arthrose
  • · · Irmgard Zinn, DLSS - ein genetisches Problem des Deutschen Schäferhundes; SV-Zeitung April 2001
  • · · Der Gesundheits Brockhaus 1990, 4. Auflage
  • · · Pschyrembel; Klinisches Wörterbuch; 1993; 257. Auflage


 

 

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